— — —   DER SCHNITT IST OFFLINE   — — —

King of Ping Pong

Ping-pongkingen. S 2008. R,B: Jens Jonsson. B: Hans Gunnarsson. K: Askild Vik Edvardsen. S: Kristofer Nordin. M: Martin Willert. P: Bob Film Sweden, Nordisk Film. D: Hampus Johansson, Jerry Johansson, Ann-Sofie Nurmi, Georgi Staykov, Fredrik Nilsson u.a.
107 Min.

Gekonnt geschmettert

Von Nikolaj Nikitin Der König des Ping Pong ist der 16jährige Rille, der im hohen Norden Schwedens lebt. In seiner Stadt scheint die Zeit stillzustehen. Als König des Ping Pong, seiner Meinung nach der letzte verbliebene egalitäre Sport, sieht er sich deshalb, weil er als Schlüsselmeister für den Schrank mit den Tischtennisschlägern beim örtlichen Jugendclub fungiert. Rille ist ein Bilderbuch-Nerd – volleibig, bebrillt, von allen verlacht und verprügelt. Ganz das Gegenteil ist sein jüngerer Bruder Erik – rank, schlank und allseits beliebt. Mit dem neuen Freund der Mutter haben beide Brüder so ihre Probleme, beide streiten sich auch oft, aber lieben sich eigentlich sehr, während Rilles Freundin Anja am liebsten halbpornographische Bilder von gutgebauten Schönlingen malt. Als der Vater wiederkommt und ein Familiengeheimnis entdeckt wird, eskaliert die Situation. Diese Geschichte nutzt der durch viele herausragende Kurzfilme aufgefallene Schwede Jens Jonsson (er war Preisträger u.a. in Berlin und Cannes) in seinem Debüt, um eine herrlich skurrile Drama-Komödie in bester skandinavischer Tradition eines Kaurismäki oder Roy Andersson zu erzählen. King of Ping Pong gewann bei seiner Premiere in Sundance gleich zwei Preise, und eine Kinoauswertung hierzulande ist ihm wirklich zu wünschen. 2008-04-07 00:00

Info

gesehen beim Filmfestival Göteborg

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #50.
© 2012, Schnitt Online

Sitemap