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Two Much

Two Much. E/USA 1995. R,B: Fernando Trueba. B: David Trueba. K: José Luis Alcaine. S: Nena Bernard. M: Michel Camilo. P: Fernando Trueba u.a. D: Antonio Banderas, Melanie Griffith, Daryl Hannah, Danny Aiello, Joan Cusack, Eli Wallach u.a.
113 Min. Scotia ab 2.5.96

Eine Blondine zuviel

Von Sascha Seiler Antonio Banderas als schmieriger Kunsthändler, Melanie Griffith als dummes, heiratswütiges Flittchen und Darryl Hannah als intellektuelles, in die Jahre gekommenes häßliches Entlein (und gleichzeitig Griffiths Schwester): Das schreit nach Haudrauf-Humor und der wird hier auch bis zum Exzess geboten.

Und trotzdem ist der Film, vor allem aufgrund von Banderas Talent zur Selbstparodie, unheimlich witzig. Als Gigolo Art verbringt er eine heiße Nacht mit der heiratswilligen Blondine, die ihn sogleich in den Hafen der Ehe manövrieren will. Doch er verguckt sich in die einsame, vom Beziehungspech verfolgte Schwester, eine Universitätsdozentin, die wenig für das Macho-Gehabe Arts übrig hat. Also erfindet er einfach einen sensiblen Zwillingsbruder, Bart, einen Künstler, der jedem Klischee entspricht. Und prompt verliebt sie sich in das bebrillte Sensibelchen, das so gar nichts von den ekelerregenden Macho-Allüren seines Zwillingsbruders geerbt hat.
Daß der Film sowohl nervendes Intellektuellengehabe als auch Stumpfsinn und Machotum parodiert und dazu noch beides in seinem Hauptdarsteller Banderas vereinen kann, ist ein großer Triumph. Die Gags mögen alt sein, die Story allzu vorhersehbar, aber lachen muß man trotzdem. Und Antonio Banderas als schmieriger Aufreißer und sensibler Intellektueller in einem Film ist das Zuschauen auf jeden Fall wert. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

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