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Saras Männer

Tutti Gli Uomini di Sara. I 1992. R: Gianpaolo Tescari. B: Silvio Napolitano. K: Fernando Ciangola. S: Osvaldo Bargero. M: Antonio Di Pofi. D: Nancy Brilli, Giulio Scarpato, Claudio Bigagli u.a.
96 Min.

1 Hochzeit, 4 Verdächtige und 1 Mordversuch

Von Corinna Engelhardt Wer träumt nicht von der einen großen Liebe, für die man all seine »guten Vorsätze« über Bord wirft, nur um mit ihr zusammen glücklich und alt zu werden. Sara hat mit Anfang dreißig endlich das Glück, den Mann ihrer Träume kennenzulernen und – trotz aller früheren Gelöbnisse, für immer ledig zu bleiben – plant schon nach 2 Monaten die Heirat mit Max. Allerdings haben die beiden die Rechnung ohne einen enttäuschten Verehrer Saras gemacht, der mittels anonymer Nachrichten Sara an der Heirat hindern will und sogar mit Mord droht. Eines ist bald klar, der Unbekannte meint es ernst und muß einer von Saras Ex-Männern sein, da er Dinge weiß, die nicht einmal Saras beste Freundin ahnt.

Der italienische Thriller Saras Männer von Gianpaolo Tescari basiert auf dem altbewährten Schema: schöne, hilflos wirkende, aber nicht wirklich blütenweißreine Blondine im Kampf gegen die böse Männerwelt. Nancy Brilli in der Rolle der Sara kann sowohl durch ihre Schönheit als auch durch ihre schauspielerische Leistung mit den verdächtigen Männern gut konkurrieren. Allerdings stört die schlechte Synchronisation durch den Studioechoeffekt auch bei Szenen in freier Natur das runde Gesamtbild etwas. Auch der mehrfache Einschnitt der Kampfszene zwischen Sara und ihrem Verfolger durch Osvaldo Bargero ähnelt in keiner Weise den spannungsaufbauenden Inserts einer Mary Sweeney in Lost Highway, sondern eher einer konfusen, kontraproduktiven Editor-Inspiration.

Dennoch, Saras Männer zeigt spannende Einblicke in das erotische Leben der dreißigjährigen Anwältin. Die Geschichten und Gründe ihrer gescheiterten Beziehungen summieren sich zu einem Sammelsurium zwischenmenschlicher Lügen und Outcomings, denen man gerne versucht auf die Schliche zu kommen. Und am Ende wartet doch noch ein unerwarteter Dreh- und Wendepunkt, den man dank der Arbeit von Fernando Ciangola als aufregenden Höhepunkt genießen kann. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

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