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Sacramento

Ride the High Country. USA 1962. R: Sam Peckinpah. B: N. B. Stone jr. K: Lucien Ballard. S: Frank Santillo. M: George Bassman. P: MGM. D: Randolph Scott, Joel McCrea, Mariette Hartley, Ronald Starr u.a.
90 Min. MGM ab 28.8.62

Meisterlich!

Von Ekkehard Kern Sam Peckinpah war nie daran gelegen, bequeme Filme zu machen. Mit Sacramento entstand einer der ersten sogenannten »Spätwestern«, die oft wehmütig anmuten und all das hinter sich lassen, was im klassischen US-amerikanischen Western der 1940er und 50er Jahre zelebriert wurde. Hier gibt es keine Saloon-Schießereien, dafür aber eine kritische Reflexion über den Westerner an sich und den Mythos, der ihn prägte.

Steve und Gil sind alte Freunde und treffen sich nach Jahren wieder in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento. Noch einmal wollen sie zusammen reiten. Von einer Bank beauftragt, sollen sie aus einem Schürferdorf das Edelmetall in die Stadt bringen. Doch von Anfang an stehen die Zeichen auf Sturm: Gil nämlich nimmt den jungen Heck mit auf die Reise. Er und der Möchtegern-Revolverheld wollen am Ende alles abstauben. Steve als die tragische Figur ist einer der Idealisten geblieben, die zu dieser Zeit längst vom Aussterben bedroht war. Schließlich kommt noch ein Mädchen, Elsa, mit ins Spiel…

Neben John Fords The Man Who Shot Liberty Valance und Clint Eastwoods Unforgiven zählt Sam Peckinpahs schwermütiges Frühwerk zu dem besten, was das Subgenre des Spätwestern zu bieten hat. Joel McCrea und Randolph Scott geben die beiden Elder Statesmen mit gewohnter Überzeugungskraft. Meisterlich! 1970-01-01 01:00
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