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Die Rückkehr der glorreichen Sieben

Return of the Seven. USA 1966. R: Burt Kennedy. B: Larry Cohen. K: Paul Vogel. M: Elmer Bernstein. P: The Mirish. D: Yul Brynner, Robert Fuller, Julian Mateos, Warren Oates, Claude Akins u.a.
86 Min. United Artists ab 7.4.67

Back For Good

Von Carsten Tritt In den 60ern war es noch nicht notwendig, daß jeder Erfolg an der Kinokasse zwingend eine Fortsetzung mit sich brachte – aber es bürgerte sich langsam ein. Die extremsten Fortsetzungsentwicklungen wirken noch bis heute nach, in der 007-Reihe oder bei den Rosaroter Panther-Filmen, über die Besetzung des neuesten Teils wird gerade in Hollywood verhandelt.

Die Folge eines Erfolges waren im besten Falle also nicht einfach ein »Teil 2« und dann vielleicht noch »Teil 3«, sondern eine ganze Reihe von für sich eigenständigen Filmen, die man, würde man sie heute entsprechend präsentieren, glatt für etwas aufwendiger gemachte Fernsehserien halten könnte: »Frau Wirtin«, die »Lümmel-und-Pauker-Reihe«, »Jerry Cotton« und natürlich »Edgar Wallace« (seit einiger Zeit Dauergast bei Kabel 1).

Eine weitere Reihe besteht natürlich aus den Glorreichen Sieben-Filmen, einer wunderbaren Filmreihe, deren Idee bekanntlich von einem japanischen Vorbild geklaut ist, und deren Pilotfilm, von John Sturges inszeniert, derart bedeutungsschwanger daherkam, daß selbst die Kritiker begeistert waren. Zum Glück sorgten Yul Brunner und Co. auch für adäquate Action zwischen den Dialogszenen, so daß das Publikum trotzdem für dieses Werk gewonnen werden konnte.

An eben dieser Qualität knüpft nun auch Teil zwei an und bereitet somit wunderbares Kintopp auch auf dem Bildschirm, diesmal unter der Regie von Burt Kennedy. Für ein gutes Serienkonzept reicht die Story von den sieben Söldnern im Kampf für die Unterdrückten allemal, auffällig ist allenfalls der häufige Wechsel der Hauptdarsteller in den verschiedenen Episoden. Das lag wohl an der Rauhheit des wilden Westens zu jener Zeit, wo man nicht erwarten konnte, daß ein Revolverheld die oft mehreren Jahre, die zwischen den einzelnen Folgen lagen, überlebte, zumal ein Großteil der Helden bereits in den einzelnen Filmen selbst ins Gras beißen mußte. Aber das ist ja auch nicht schlimm, denn die »Glorreichen Sieben« wurden nicht darum rekrutiert, daß wir sie knuddeln, sondern um zu reiten, zu schießen und cool auszusehen, und darin sind sie magnificent – in (fast) jeder Besetzung… 1970-01-01 01:00
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