Fernsehen →
Artikel 1 – 16 von 295
(D 1946. Wolfgang Staudte)
Verzweifelte Versuche einer Verdrängungsarbeit, erfolglos.
Von Marius Böttcher
Alles hat sich geändert, doch der Himmel über Berlin ist immer noch der gleiche. So ist es noch derselbe wie bei Käutner und wird auch bei Wolf und Wenders noch immer dieser sein. Der Himmel ist das einzige, was sich bewegt und doch auch das, was sich nicht verändert, nicht trennen läßt und keine Spuren bewahrt. Und so blickt die Kamera, fest auf den Boden im Schutt verhaftet, sehnend gegen die erstarrten Trümmer – läßt sie jedoch alsbald im Gegenlicht ins Schwarz verlieren und den Himmel einfach nicht aus der Sicht. So ist diese Kameraperspektive auch der Blick des Gefallenen, der
……
(Monty Python's Life of Brian. GB 1979. Terry Jones)
Das ist vielleicht deine Meinung, Mann.
Von Jakob Stählin
Eine der unzähligen Wahnvorstellungen unserer Zeit ist es, zu glauben, der plumpe Besitz einer Meinung habe etwas mit Bildung zu tun, sei gar etwas generell Positives. Vor der Uraufführung des zweiten
……
(USA 1995. Robert Rodriguez)
Imitationen von dir
Von Jakob Stählin
Auf deinem Band fließt und spritzt das Blut. Dieses geile rote Kästchen, hinten auf Dir, geliebte VHS verrät es. Ja, Du bist ab 18. Uncut. Danke liebe FSK für dieses wunderbare Qualitätssiegel. Mit
……
(USA 1992. Paul Verhoeven)
Der Vorbote hinter den Verboten
Von Carsten Happe
In einer Zeit, als es noch wirkliche Kinostars gab und Blockbuster ohne Comic- oder Videospielvorlage, als der Boulevard bei freizügigen Szenen noch in Schnappatmung verfiel, da galt für
Basic Instinct
……
(CDN/F/B/D 2009. Jaco Van Dormael)
Die Qual der Wahl
Von David J. Lensing
In
Der seltsame Fall des Benjamin Button gibt es eine wundervolle Szene, in der eine unglückliche Verstrickung von Zufällen einen Unfall verursacht, der einer jungen Tänzerin das vorzeitige Karriere-Ende
……
(Touch of Evil. USA 1958. Orson Welles)
Good Cop, Bad Cop
Von Jesko Jockenhövel
Ganz am Ende von Orson Welles' wunderbar pragmatischem Meisterwerk
Im Zeichen des Bösen faßt Marlene Dietrich in einem Satz noch einmal den Bürger Kane zusammen: »Was spielt es schon für eine Rolle,
……
(USA 2001. Terry Zwigoff)
Liebenswerte Loser
Von David J. Lensing
»All I did was party and get laid.« Lester Burnhams selige Erinnerung an die gute, alte Zeit, in der seine Tochter noch feststeckt und verzweifelt: Die zynische, unzufriedene Teenagerin Jane war für
……
(Small Time Crooks. USA 2000. Woody Allen)
Pinky und Brain in New York
Von Maxi Braun
Geld allein macht nicht glücklich, sondern in erster Linie reich. Reich sein heißt für Frenchy (Tracey Ullman) und ihren Mann Ray (Woody Allen), ein unverschämt großes Apartment mit unfaßbar geschmacklosem
……
(USA 1988. Alan Parker)
Whitewash
Von Asokan Nirmalarajah
Die erste Adaption, die die brutale Ermordung von drei jungen amerikanischen Bürgerrechtlern in Mississippi durch Mitglieder des Ku-Klux-Klans aus dem Jahre 1964 als realhistorische Vorlage für ein brisantes
……
(Bull Durham. USA 1988. Ron Shelton)
Sex, Zen und Baseball
Von Daniel Bickermann
Ende der Achtziger Jahre, einem insgesamt eigentlich verlorenen Jahrzehnt für die Traumfabrik, gab es sie plötzlich wieder auf der Leinwand: die charmanten Verlierer. Irgendwo an der Schnittstelle zwischen
……
(Joshuu 701-gô: Sasori. J 1972. Shunya Ito)
Im Zeichen des Skorpions
Von Michael Kienzl
Bevor Shunya Ito in den 1980er Jahren mit Filmen wie
Gray Sunset zum seriösen Regisseur wurde, startete er seine Karriere mit einer bis heute bestehenden Sexploitation-Reihe. Basierend auf den Mangas
……
(The Asphalt Jungle. USA 1950. John Huston)
Night and the City
Von Martin Holtz
In
Out of the Past (1947), einem Schlüsselfilm der Noir-Ära im Nachkriegs-Hollywood, antwortet Robert Mitchum auf die Frage »Is there any way to win?« mit einem lakonischen »Well, there’s a way
……
(Per un pugno di dollari. D/E/I 1964. Sergio Leone)
Leones Mythos
Von Frederik König
Mit
Für eine Handvoll Dollar begann nicht nur das Genre des Italo-Western, die Karrieren Clint Eastwoods, Sergio Leones und des innovativen Western-Filmmusikers Ennio Morricone, sondern auch eine neue
……
(Mon oncle. F 1958. Jacques Tati)
Sind wir nicht alle ein wenig Hulot?
Von Frederik König
Jacques Tati inszenierte erst im Alter von 40 Jahren seinen ersten Langspielfilm
Jour de Fete. Dieser Film, bei dem er nicht nur Regie führte, sondern auch die Hauptrolle übernahm, war der Anfang für
……
(Raiders of the Lost Ark. USA 1981. Steven Spielberg)
Kinderspiel
Von Frederik König
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erzählte Spielberg einmal davon, wie er seine Kinder beim Herumtollen im Garten beobachtete und dabei folgende Erkenntnis machte: Beim Spiel begaben sich
……
(Jaws. USA 1975. Steven Spielberg)
Unter der Oberfläche
Von Frederik König
Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich
Der weiße Hai zum ersten Mal sah: Im Alter von zehn Jahren saß ich abends im Hotelzimmer unseres österreichischen Sommerferiendomizils am Wörthersee und
……