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Berlinale 2011

61. Internationale Filmfestspiele Berlin. D 2011. L: Dieter Kosslick.
Berlin, 10. – 20.2.11
04

Wer bin ich, und wenn ja, woher weiß ich das?

Von Matthias Wannhoff
Die Berlinale ist vorbei. Sofern man denn bei diesem traditionell dreigeteilten (nämlich säuberlich in Branchen-, Presse- und reguläres Publikum aufgespalteten) Großevent überhaupt von »der Berlinale« sprechen kann. Als Medienverteter verbringt man ja einen Großteil seiner Zeit in exklusiven »press only«-Vorführungen und wundert sich manchmal, daß es dort in den Reihen mitunter lautstärker zugeht als bei den offenen Veranstaltungen. Eine Stimmung wie während der Pressevorführung des Thrillers Unknown, der als letzter Beitrag (allerdings außer Konkurrenz) in die Wettbewerbs-Manege ……


03

Keine Routine in der Liebe

Von Matthias Wannhoff
Wenn dieser Tage von Miranda July die Rede ist, dann meist als staunende Ovation für eine Frau, die als Amerikas Universalgelehrte im Bereich der Popkultur gelten darf: Ob Musik, Dichtung, Film oder Performance-Kunst – alles hat sie gemacht, alles gekonnt. Man könnte es ihr glatt verzeihen und auch ein wenig nachvollziehen, wenn ihr jüngster filmischer Gehversuch ein Stolperschritt geworden wäre. Ist er aber nicht. Im Gegenteil, dem Multitalent ist mit seinem zweiten Spielfilm The Future, der im Wettbewerbsprogramm der Berlinale zu bestaunen ist, Großes gelungen.

Es ist ein vertrauter ……


02

Mit der Schwebebahn in die Raumtiefe

Von Matthias Wannhoff
Irgendwann, sofern der Markt mitspielt, wird James Camerons Traum von einer Welt, in der die Kinogänger mit ihren Shutter-Brillen verschmolzen sind, womöglich Realität werden (dann vielleicht, wenn sich auch Mathias Döpfners Vision von einer Welt erfüllt hat, in der Zeitungsleser nicht mehr ohne ihr iPad aus dem Haus gehen). Noch aber genießen 3D-Filme Exotenstatus, darf man über die ungewohnte Architektur ihrer Bildwelten staunen. Und deshalb darf auch behauptet werden, daß Wim Wenders' Tanzfilm Pina, der außer Konkurrenz im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale läuft, fortan als ……


01

Im Reich der Anführungszeichen

Von Matthias Wannhoff
Es gibt Lebensläufe, bei deren Lektüre man nicht weiß, ob sie einem Hoffnung oder Angst machen sollen. Die Vita des Amerikaners Joe Swanberg ist so ein Fall. Mit seinen 29 Jahren hat er nicht nur bereits acht Spielfilme vorzuweisen, sondern steht mit seinem Werk an der Spitze eines augenzwinkernd als »Mumblecore« bezeichneten Neorealismus, der längst über seine No-Budget-Wellen hinaus Wellen geschlagen hat: Die unglaubliche Greta Gerwig wäre, hätte sie nicht mehrfach bei Swanberg gespielt, wohl kaum als Ben Stillers Partnerin in Greenberg gecastet worden. Daß Swanberg selbst schreibt, ……

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