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Teil 3: Abseits des Rampenlichts
Von Dieter Wieczorek
Auch 2008 bot das Festival Locarno wieder eine Reihe hervorragender Dokumentarfilme fern des großen Medienrummels. Die heute in Schweden lebende Iranerin Nahid Persson geht in ihrem Film
Four Wives – One Man der Polygamie in ländlichen Zonen des Iran nach. Bereits in ihrer 2004 entstandenen Dokumentation über Prostitution und Verarmung im heutigen Iran (
Prostitution Behind the Veil) hatte Persson ihr Talent für sensible, im Dialog sich entfaltende Nahporträts bewiesen. Ohne Einreiseerlaubnis dirigierte sie nunmehr ihren Film aus der Ferne. Die Regie vor Ort führte ihre Tochter. Offensichtlich
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02
Teil 2: Nocturnes aus Locarno
Von Dieter Wieczorek
Nach der ersten etwas enttäuschenden Anfangsphase bietet Locarno nun die gewohnte Qualität und zeigt eine Vielzahl erwähnenswerter Werke, die oftmals das Risiko aufsichnehmen, nicht unbedingt Erwartungshaltungen zu bedienen. An erster Stelle sei Antonie d’Agatas
Aka Ana (Frankreich) genannt, der eine Vielzahl von Frauen des nächtlichen Sexgeschäftes in Japan in intim wirkenden Szenen einfängt. Seine in Nischen und Separées tauchende Kamera schafft Bilder zwischen Phantasmen, Wünschen und kruder Realität. Eine junge, fragile Frauenstimme aus dem Off fügt ebenso subtile wie rückhaltlose
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Teil 1: Neben der Piazza Grande
Von Dieter Wieczorek
Eine der Erfolgstrategien des Filmfestivals in Locarno ist es, Zuschauer mit vornehmlich großen Unterhaltungsproduktionen auf die Piazza Grande zu locken, die sich dann auch zu Tausenden allabendlich – zuweilen unter Regenschirmen verborgen – vor einer der größten Open Air-Leinwände Europas einfinden. Die weitaus interessanteren Arbeiten aber werden, neben den Wettbewerben, in den Jungtalenten gewidmeten Programmreihen wie »Leopards of Tomorrow« und »Open Doors« oder in der sich auf audiovisuelle Grenzarbeiten zwischen Videokunst und Autorenkino konzentrierenden Sektion »Play Forward«
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