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Robert De Niro

Meinholf Zurhorst: Robert De Niro – Seine Filme – Sein Leben. München 1998. Heyne Verlag. 370 Seiten
Von Markus Fritsch Zumindest jeder zweite Typ zwischen 16 und 18 Jahren hatte in seinen »wilden Zeiten« einmal ein Poster von De Niro in seinem Zimmer hängen. Meistens war es das Foto aus »Taxi Driver«. Man wollte cool sein, und nachts, nachdem die Discos geschlossen waren, liefen die einsamen Jungs mit gesenktem Blick die Straße entlang.
De Niro wurde spätestens mit »Taxi Driver« zu einem Kultstar, der die Melancholie des düster ausklingenden Hippiezeitalters verkörperte.

Er ist wahrscheinlich der einzige Superstar, der noch unerkannt durch New York laufen könnte, so schreibt Meinolf Zurhorst in seiner sorgfältig recherchierten Biographie. Und vielleicht stimmt diese Behauptung sogar, denn De Niro ist einer der wenigen Stars, die ihre Persönlichkeit aus dem Getöse des Medienrummels fernhalten. Legendär ist die akribische Vorbereitung von der Persönlichkeit auf seine Rollen, nach dem an Stanislawski orientierten Method Acting. Wie es De Niro schafft, in dieser psychologisch nicht ungefährlichen Vorgehensweise seinen eigenen Stil zu bewahren, ist in der vierten Auflage von dieser Biographie nachzulesen.

Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die künstlerische Ausbildung des Filmstars, sowie seiner bekannten Vorgänger. Die Neuauflage wurde um Pressekritiken und Fotos zu den neueren Filmen erweitert und ist in einem flüssig geschriebenen Stil gleichermaßen für den Laien und den Spezialisten interessant. 1970-01-01 01:00

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