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Tatort – Krimis, Köpfe, Kommissare

Holger Wacker: Tatort – Krimis, Köpfe, Kommissare. Berlin 1998. Henschel. 272 Seiten
Von Oliver Baumgarten Das wurde wahrlich Zeit! Deutschlands innovativste Krimiserie, die sich durch ihre einmalige, ARD-bedingte föderale Struktur stets in der Lage befand, politisch und gesellschaftlich aktuell zu reagieren, erhält ihre erste, übergreifende Würdigung im Buchformat. Der Tatort hat unsterbliche Figuren geschaffen (Trimmel, den vereisten Zyniker, Finke, den resoluten Intellektuellen, Kressin, den Coolen aus der anderen Generation, Haferkamp, den defensiv Geschiedenen, Schimanski, den Anarcho usw.), die mit ihren Fällen nicht selten inhaltlich und formal Fernsehgeschichte schrieben.

Auch wenn es Holger Wackers Publikation z.T. an einer sorgfältigen Einordnung der Kommissare mangelt und die Auswahl einzelner Episoden, die er in Essays vorstellt, recht willkürlich wirkt, so schließt seine sorgsame Filmographie aller bis zur 390. gesendeten Folgen eine große Lücke in der Aufarbeitung deutscher Fernsehgeschichte. 1970-01-01 01:00

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