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Abgerechnet wird zum Schluß

Robert Evans: Abgerechnet wird zum Schluß. Ein Hollywood-Tycoon erinnert sich. Köln 1995. vgs. 420 S.

»The Kid stays in the picture«

Von Ralf Möller Bücher über die Produzenten Hollywoods gibt es eine Menge, angesiedelt in der frühen Glanzzeit der Traumfabrik, den 30er und 40er Jahren, als Tycoone wie David O. Selznick, Louis B. Mayer oder Darryl Zanuck bestimmten, was in der Metropole des Films entstand. Robert Evans hält sich selbst für einen ähnlichen Filmmogul, war er doch in den Jahren 1967-74 Produktionschef der Paramount. Während dieser Zeit hat er das kurz vor der Pleite stehende Studio mit Filmen, wie »Rosemary's Baby«, »Love Story« oder »Der Pate« wieder ins Fahrwasser des Erfolges hieven können.

In den Vorbemerkungen zu »Abgerechnet wird zum Schluß« schreibt Robert Evans, daß er sich am wenigsten in seinem Buch schonen wolle. Was er dann auf den nächsten gut 420 Seiten über sich ausplaudert, ist jedoch keineswegs so schockierend, wie man es erwarten möchte. Anekdotenhaft erzählt er seinen Werdegang in Hollywood: Geschichten über Frauen, Skandale, Geld und Macht, spannend und amüsant geschrieben. Da Dichtung und Wahrheit bekanntlich dicht beieinander liegen, sollte man nicht alles in diesem Buch für bare Münze nehmen.

Die Autobiographie »Abgerechnet wird zum Schluß« mag den Autor als eitlen Selbstdarsteller kennzeichnen. Trotzdem ist das Buch unterhaltsamer als so mancher Film über die Mechanismen der Traumfabrik. Das Leben schreibt scheinbar noch immer die besten Geschichten. 1970-01-01 01:00

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