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Revolver

F/GB 2005. R,B: Guy Ritchie. B: Ethan Gross, Paul Todisco. K: Tim Maurice-Jones. S: Romesh Aluwihare, Ian Differ, James Herbert. M: Nathaniel Mechaly. P: Europa, SKA Films. D: Jason Statham, Ray Liotta, Vincent Pastore, André Benjamin, Terence Maynard, Andrew Howard u.a.
115 Min. Ascot Elite ab 20.11.08

Sp: Deutsch (DTS 5.1, DD 5.1), Englisch (DTS 5.1, DD 5.1). Ut: Deutsch. Bf: 2.35:1 anamorph. Ex: Audiokommentar, Trailer.

Im Schatten seiner selbst

Von Bettina Schuler Jetzt, nachdem Regisseur Guy Ritchie von seiner Überfrau Madonna geschieden ist, kann man nur hoffen, daß es besser wird mit dem Filmemachen. Denn nach seinem riesen Mieserfolg Swept Away, in dem die Queen of Pop als Schauspielerin mal wieder gnadenlos scheitert, hat er 2005 mit Revolver einen weiteren schwachen Film hingelegt, der es niemals in die deutschen Kinos schaffte und jetzt direkt auf DVD erscheint.

In Revolver dreht sich alles, wie könnte es bei Gangster-Liebhaber Ritchie anders sein, um den ehemaligen Knasti Jake Green, der seine Gefängnisstrafe dazu nutzte, von seinem mysteriösen Zellengenossen alles über das Glücksspiel zu erfahren. Mit Erfolg: Denn Jake ist nun unschlagbar in diesem Geschäft. Was bedauerlicherweise auch der unangenehme Zeitgenossen Macha zu spüren bekommt, der zwar keine Leuchte im Spielen, doch dafür eine überaus erfolgreiche Gestalt in der Gangsterwelt ist. Deshalb traut sich auch niemand, ihn bei einem Spielchen zu besiegen. Niemand, bis auf Jake Green, der nicht gewillt ist zu verlieren. Dafür hetzt Macha ihm einen Killer auf den Leib, dem der gute Jake von nun an entkommen muß.

Mit Revolver versucht Guy Ritchie nicht nur inhaltlich an seine beiden ersten Filme Bube, Dame, König, grAs und Snatch – Schweine und Diamanten anzuknüpfen. Auch stilistisch orientiert er sich an dem Stil seiner guten Werke. Das Problem: Hat er bei seinen ersten beiden Filmen noch die richtige Mischung zwischen hippem Look und cooler Gangsterstory gewählt, so hat man bei Revolver den Eindruck, als wolle Ritchie alles an Stil, Genres und Schnittvariationen unterbringen, das ihm am Herzen liegt.

Dabei kommt die eigentliche Geschichte jedoch viel zu kurz, und es fällt einem nicht selten schwer, der Handlung zu folgen. Auch die eingeblendeten historischen Zitate von Caesar und Co, die etwas zu schlau daherkommen, und die ständige Off-Stimme des Hauptdarstellers gehen auf die Nerven und schaffen es nicht, als Reminiszenz an den Film Noir zu funktionieren. Alles in allem ein schwacher, allein stilistisch interessanter Film, den man nicht unbedingt gesehen haben muß. 2009-03-19 17:30

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