Immer wieder gibt es auf Festivals spannende Filme unterschiedlicher Formate zu entdecken, von denen man vermutlich – wenn man nicht explizit danach sucht – nie wieder hören wird, da sie über gewöhnliche Vertriebswege in Deutschland nicht zu sehen sein werden. Dank neuer digitaler Möglichkeiten könnten manche Filme aber unter Umständen im Internet veröffentlicht werden. Wir nennen Ihnen die Filme, nach denen Sie definitiv die Augen offen halten sollten.
Festivalperlen →
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(D 2010. RP Kahl)
Fleisch ist sein Gemüse
Von Daniel Bickermann
So sieht das also aus, wenn man in Deutschland versucht, filmische Grenzen zu verschieben. RP Kahls mit 76 Minuten recht bündig geratener Independent- (oder doch Experimental-?) Film
Bedways, gedreht in blitzsauberer digitaler Optik und kompromißlosem 4:3, beginnt gleich mit einem Höhepunkt. Und der ist Gott sei dank nicht dramaturgischer, sondern sexueller Natur.
Nach der Welle der europäischen Arthouse-Pornos, nach
Intimacy und
9 Songs war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch mal ein deutscher Filmemacher an die zahlreichen Thematiken heranwagt, die die fleischliche Liebe
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(D 2009. Alexander Schimpke)
Alerta! Alerta!
Von Christian Lailach
Manch einer mag Schimpke als Sprachrohr der »neuen rechten Dokumentarfilmszene« bezeichnen. Wenngleich dies naheliegt, braucht es trotzdem jene, die zur Mäßigung aufrufen. Gleich, wie die Ultras, jene
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(D 2009. Claudia Lehmann)
Im Gehen reden
Von Thomas Warnecke
Gute Filme beginnen z.B. mit einem Überfall. Wenn dieser nur erzählt wird, ist es ein Dokumentarfilm. Ansonsten ist
Hans im Glück eigentlich nicht sehr verschieden von
Zur Sache, Schätzchen etwa.
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(SRB 2009. Boris Mitic)
Selbsthaß universal
Von Franziska Schuster
Es sind schon Dokumentarfilmkarrieren gescheitert, weil Fernsehredakteure Projekten die Finanzierung versagten, die ihnen zu »unfilmisch« erschienen. Daß dieses Ausschlusskriterium nicht wirklich berechtig
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(H 2009. Péter Gárdos)
Bis zum letzten Streich
Von Anna Ilin
Der Regisseur Péter Gárdos bezeichnete
Tréfa in einer Podiumsdiskussion als »Atmosphärenfilm«. Er erklärte, daß nicht so sehr der dramaturgische Aufbau des Erzählten an erster Stelle stehe,
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(GR 2009. Giorgos Lanthimos)
Böses Meisterwerk
Von Oliver Baumgarten
Es war einmal ein Ehepaar, das seine drei Kinder von Geburt an zu hundert Prozent von der Umwelt abschottet. Wie auf einem einsamen Planeten wachsen die Drei in einer Landvilla auf, umgeben von hohen,
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(USA/F 2009. Julia Zimanofsky)
Flieh, wenn du kannst
Von Nils Bothmann
Seit einigen Jahren ist das Terrorkino wieder im Kommen und das nicht nur in den USA. Nicht nur die amerikanischen Gegenden eines
Wrong Turn und eines
The Last House on the Left werden heimgesucht,
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(USA/F 2009. Sophie Barthes)
Tote Seelen
Von Nikolaj Nikitin
Über Schauspielerpreise bei A-Festivals läßt sich oft streiten (sind es »nur« Trostpflaster, weil der Film »Runner Up« für den Hauptpreis war und die Jury wollte ihn so doch noch bedenken usw.),
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(D 2009. Supriyo Sen)
Gockelparade
Von Mark Stöhr
Wenn Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die Preisrede hält, die ihm kein geringerer als Wim Wenders geschrieben hat, muß an dem Film was dran sein. Im Februar erhielt Supriyo Sen für seinen
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(D/CH 2008. Michael Koch)
Almtraum
Von Oliver Baumgarten
Jahrelang, so scheint es, hat Luis seinen Vater nicht mehr gesehen. Und nun, als er ihn auf einer abgelegenen Berghütte mit seiner neuen Familie endlich besucht, sehen sie sich zwar, scheinen aber weiter
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(NZ 2009. Florian Habicht)
Schnapperfischen
Von Ulrike Mattern
Zuerst ist nur das Rauschen des Windes und der Wellen, das Schnattern der Möwen am Strand zu hören: Wie ein impressionistisches Gemälde eröffnet der Dokumentarfilm des in Berlin geborenen, in Neuseeland
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(F/D/I 2009. Gaspar Noé)
Enter the Cinema
Von Nikolaj Nikitin
Filme sollen Kontroversen lostreten und zum Diskutieren anregen – keinesfalls allen gefallen, denn dann stimmt irgendwas nicht. Gerade jene Werke und vor allem jene Filmemacher, die heiß diskutiert
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(F 2008. Fred Cavayé)
Breaking the Law
Von Carsten Happe
Manche Thriller, wie etwa die serbische Produktion
Klopka – Die Falle vor zwei Jahren, überzeugen bereits durch ihre Ausgangssituation derart, daß spätere, kleine Ungereimtheiten kaum mehr ins Gewicht
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(D 2008. Jochen Kuhn)
Eine Kuhnheit
Von Franziska Schuster
Jochen Kuhn, der hünenhafte Filmemacher mit dem bescheidenen Auftreten, verkörpert vieles von dem, was man auf einem künstlerisch ambitionierten Trickfilmfestival zu sehen wünscht. Sein auf dem diesjährigen
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(F 2009. Serge Bromberg, Ruxandra Medrea)
Der Film gewordene Wahnsinn
Von Constanze Frowein
L'enfer d'Henri-Georges Clouzot betitelt, daß das Filmprojekt
L’enfer nicht nur die Hölle der Eifersucht mit Romy Schneider und Serge Reggiani in den Hauptrollen thematisiert, sondern vor allem,
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(CH 2008. Lionel Baier)
Ceci ne pas un plagiat
Von Constanze Frowein
Eine filmische Perle definiert sich nicht lediglich über ihren schimmernden Glanz. Auch die langwährende Entwicklung einer Filmidee aus vielen Eindrücken, die ein Regisseur aus anderen filmischen Bildern
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