Immer wieder gibt es auf Festivals spannende Filme unterschiedlicher Formate zu entdecken, von denen man vermutlich – wenn man nicht explizit danach sucht – nie wieder hören wird, da sie über gewöhnliche Vertriebswege in Deutschland nicht zu sehen sein werden. Dank neuer digitaler Möglichkeiten könnten manche Filme aber unter Umständen im Internet veröffentlicht werden. Wir nennen Ihnen die Filme, nach denen Sie definitiv die Augen offen halten sollten.
Festivalperlen →
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(D 2010. Justus Pasternak, Pencil Quincy)
Dynamit-Mann
Von Mary Keiser
Bronson. Schon die Wortmelodie klingt nach Macho. In der Rolle des wortkargen, beinharten Westernhelden steckte viel von ihm selbst. Daß er sein Privatleben nicht in der Öffentlichkeit ausbreitete, hat ihn vollends zur Kultfigur gemacht.
Justus Pasternak und Pencil Quincy enthüllen nun unglaubliches Filmmaterial: Bronson privat. Ein ganz normaler Tag auf seiner Ranch. Er mistet den Stall aus, repariert das Dach. Im Wohnzimmer läuft eine Bronson-Doku, er hat sich nie doubeln lassen. Ein keineswegs subtiler Hinweis darauf, daß wir natürlich nicht den wahren Bronson sehen. Subtil ist hier
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(Saranghanda, Saranghaji Anneunda. ROK 2010. Lee Yoon-ki)
Sich im Regen regen
Von Oliver Baumgarten
Ein Paar im Auto, es bespricht Alltägliches, minutenlang. Plötzlich sagt sie ihm, es sei vorbei, es gebe einen Neuen, und in einigen Tagen ziehe sie aus dem gemeinsamen Haus. Fast regungslos nimmt er
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(TR 2010. Tayfun Pirselimoglu)
Mit Haut und Haar
Von Christin Prinzing
Sac, einer der Gewinner des 30. Filmfestivals in Istanbul (Bester türkischer Film, Beste Regie, Beste Schauspielerin), hat in der Avantgarde des europäischen Films einen neuen Akzent gesetzt. Mit dem
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(CH/BF/CN/UA/USA 2010. Jacqueline Zünd)
Graue Töne
Von Christian Lailach
Vier Kontinente, vier Seelen. Rastlos, ohne Ende, ohne Unterbrechung. Sie leben ein Leben, das zwar Ruhe kennt, aber keine Müdigkeit. Kein Gähnen, keine zufallenden Augen, kein »Ende des Tages« in
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(Ångrarna. S 2010. Marcus Lindeen)
Die Verwandlung
Von Jochen Werner
Zwei Menschen, zwei Leben. Mehr braucht es manchmal nicht, um ein Publikum für die Dauer eines Filmes in den Bann zu schlagen. Die Form des Dokumentarfilms Regretters ist beinahe aufreizend reduziert:
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(D 2011. Julie Kreuzer, Mareille Klein)
Vernunftsschwanken
Von Cornelis Hähnel
»Achtung Kinderschänder! 400 Meter rechts«, steht auf einem großen Schild an einer Straße im kleinen Ort Randerath. Der mehrfach verurteilte Sexualstraftäter Karl D. kommt nach der Entlassung aus
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(USA 2011. Zbigniew Bzymek)
Versauger
Von Tina Hedwig Kaiser
Einer der besten Beiträge des diesjährigen Internationalen Forums des Jungen Films der Berlinale kommt von einem polnischen Filmemacher, der in den USA produziert und gedreht hat.
Utopians von Zbigniew
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(GR 2009. Vardis Marinakis)
Abwege
Von Natalie Lettenewitsch
In Karlovy Vary richtet man den Blick gern nach Osten. Dort liegt auch das ökonomisch schwer gebeutelte Griechenland – nicht gerade berühmt für großes Filmhandwerk. Jenseits von Altvater Angelopoulous
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(PL 2009. Wojciech Smarzowski)
Abgründe
Von Cornelis Hähnel
Polen, 1978 und 1982. Diese Zeitspanne trennt einen Mord und die damit verbundenen Ermittlungen. Hauptverdächtiger ist Edward Środoń, der zum Spielball der Polizei wird, die wiederum vielmehr darum
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(Rekopis znaleziony w Saragossie. PL 1965. Wojciech Has)
Abschriften
Von Nikolaj Nikitin
Eigentlich wissen wir doch alle, daß bei Filmfestivals die Retrospektive oft das eigentlich Spannende ist, gerade wenn sie einem Ausnahmeregisseur gilt, der im Ausland leider viel zu wenig bekannt ist.
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(D 2009. Angela Christlieb)
Drei Orte. Nirgends.
Von Cornelis Hähnel
Utopia, Atlantis, Ys. Die unstillbare Sehnsucht nach paradiesischen Orten läßt immer wieder neue Legenden entstehen. Gilles Trehin hat mit
Urville die modernste Stadt der Welt erdacht, die nach Sonnenuntergang
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(RUS 2009. Vasili Sigarev)
Fabelhaft
Von Cornelis Hähnel
Auf der Flucht vor der Polizei kommt ein Kind zur Welt. Fünf Jahre später wird die Mutter aus dem Gefängnis entlassen und sie sieht zum ersten Mal ihre Tochter. Das Mädchen kämpft unerbittlich um
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(D 2009. Marc Dietschreit, Nadine Heinze)
Der Clown ist tot
Von Thomas Warnecke
Andreas Kunze ist tot. Weg vom Fenster, sagt man im Ruhrgebiet. In seinem letzten Filmauftritt schaut er nochmal raus und runter vom Balkon, in einem der vier Hochhäuser am Hans-Böckler-Platz in Mülheim
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(USA/MEX 2010. Alejandro González Iñárritu)
Schattenschönheit
Von Dietrich Brüggemann
Irgendwann, soll Fassbinder mal gesagt haben, verfilmen die Leute ihre eigenen Kritiken. Alejandro González Iñárritu könnte so ein Fall sein.
Amores Perros, sein Erstling, war ein erstaunlicher Film
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(D 2010. RP Kahl)
Fleisch ist sein Gemüse
Von Daniel Bickermann
So sieht das also aus, wenn man in Deutschland versucht, filmische Grenzen zu verschieben. RP Kahls mit 76 Minuten recht bündig geratener Independent- (oder doch Experimental-?) Film
Bedways, gedreht
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