Eichbaum im Schnee
Von Werner Busch
Edel sei der Todkranke, hilfreich und voll Mut! Entweder das, oder wenigstens eine hübsche Frau, der man im Siechen hinterherschmachten darf, wie in
Love Story aus dem Jahr 1970 zum Beispiel. Roger Ebert benannte eigens eine Krankheit nach der sterbenden Hauptdarstellerin: »Ali MacGraw‘s Disease. A movie illness in which the only symptom is that the sufferer grows more beautiful as death approaches.« Treffend; nicht nur für Spielfilme. Auch Dokumentarfilme oder natürlich die Berichterstattung der Presse suchen in den Geschichten von Sterbenden das leuchtende Beispiel für die Lebenden.
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Sterbebilder digital
Von Patrick Heidmann
Als Andreas Dresens
Halt auf freier Strecke im vergangenen Mai in Cannes seine Weltpremiere feierte, war zu Hause in Deutschland gerade Filmkritikerlegende Michael Althen seiner schweren Krebserkrankung erlegen. Nicht wenige Tränen, die seine Kollegen an der Croisette vergossen, durften ihm gegolten haben. Doch man muß keine persönlichen Erfahrungen mit dem Thema haben, um sich von Dresens Werk, das den gerade einmal 40 Jahre alten Frank (Milan Peschel, eindringlich wie nie zuvor) und seine Familie von der Diagnose bis zu seinem Tod begleitet, bis ins Mark rühren zu lassen.
Dresen gelingt
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Dead Man Talking
Von Nikolaj Nikitin
Im Kino, hat bekanntermaßen Jean Cocteau einmal gesagt, könne man dem Tod bei der Arbeit zusehen. Andreas Dresen macht genau das in seiner neuesten filmischen Reflexion: Wir beobachten einen Familienvater, kongenial gespielt von Milan Peschel, der im Begriff ist, an einem Tumor zu sterben. Von den ersten Bildern des Films, die überragend intensiv wirken (sicherlich vor allem dank der semi-dokumentarischen Inszenierungsweise), wissen wir, daß dies mit Sicherheit passieren wird. Ohne großes Pathos, ohne Action – einfach so, wie es wohl im wahren Leben tagtäglich passiert. Milan Peschel ist
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