Von Dirk Steinkühler
David Lynch eröffnet
Lost Highway mit einem seiner klassischen Stilmittel: Die Kamera schwebt rasend schnell über einen zweispurigen Highway und führt den Zuschauer in den Lynch-Kosmos, ähnlich wie schon die Fahrt in ein abgetrenntes Ohr oder auf einen fremden Planeten zu dem Mann mit seinem Hebel funktionierte. Dazu deutet David Bowie auf der Tonspur an, was mit uns in den nächsten Stunden geschehen wird: »I'm deranged«. Die Verwirrung und ihre Methode zeichnen David Lynchs neuen Trip in die menschliche Psyche aus, und mit Bowies Textzeile ist sicherlich nicht nur die seelische Verfassung
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Von Daniel Hermsdorf
Stil ist eine Klaviatur, die immer anders klingen muß. Der Tonsetzer gehorcht den Tasten, nur in ihrer Kombination ist er frei. Auch David Lynch hat nur diese Freiheit, und
Lost Highway ist ein düsteres Stelldichein seiner Ideen. Die Verwandlung, das Unaufhaltsame, der Traum ohne Zeit, die höllische Spritztour, der heimliche Blick, der eklige andere, der Teufel vielleicht. (Die Eltern haben in
Twin Peaks ausgeheult.) Da sind das Feuer, die Autos, die monströsen Kanonen, die man in Unterhosen steckt. Und da ist ein Leben, dessen Brüchigkeit bei Lynch die Logik, die Psyche und – anfallartig
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Von Nikolaj Nikitin
Manch einer wirft David Lynch intelektuelle Blödschwätzerei, sinnlose und überladene Bilderfluten vor. Eigentlich nichts Verwerfliches in einer Welt von Einheitsmus. Und überhaupt konnte ich bis jetzt getrost über solche Vorwürfe lächeln. Doch seit
Lost Highway muß ich mich ihnen teilweise anschließen.
Anfangs läßt sich noch eine deutliche Verbindung zwischen der Schlußeinstellung der letzen Folge von
Twin Peaks und dem Anfang von
Lost Highway herstellen, also den im Grunde aufeinander folgenden größeren Regieprojekten Lynchs – sieht man von
Fire Walk With Me als chronologischem
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