Stars in der Manege
Von Maike Damm
Regisseur Woody Allen lädt einmal mehr nach London ein. Jedem Charakter bietet er in
Scoop seine eigene Bühne. Da gibt es die traditionsreiche Welt der englischen Upper Class, in der Sektempfänge und Polo den Ton angeben. Auf der Nebenbühne gibt der Schauspieler Woody Allen den Zauberer für Kleintricks und unterhält in unbeschwert routinierter Weise sein Publikum. Hinter den Kulissen sitzen zwischen den Requisiten Verstorbene in der Vorhölle fest und tauschen sich über die Sünden des Lebens aus.
Woody Allen überzeichnet seine Figuren, ohne sie lächerlich oder realitätsfern erscheinen
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Remix
Von Daniel Albers
Wie wäre es mit folgendem Experiment? Man nehme seinen letzten Kinofilm, der zur Überraschung aller ein untypisches, weil eher ernstgemeintes, jedoch sehr intelligentes und hintergründiges Whodunnit war, schreibe sich selbst eine Rolle hinein und passe es somit gleichsam nachträglich in sein Gesamtwerk ein. Heraus kommt in diesem Fall
Scoop – oder
Match Point in klassischer Woody-Allen-Manier.
Immer noch kritisch, aber wieder absurd, verschroben, anheimelnd – keine Gediegenheit, kein Understatement mehr, jedoch mit liebenswerten, schmierentheaterhaften Einlagen wie der Styx-Fahrt
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Reif für die Insel
Von Mark Stöhr
Eigentlich sollte man meinen, daß einer, der – wie Woody Allen in seinem Theaterstück »Gott« – Gott auftreten und durch einen Unfall sterben läßt, sich den letzten möglichen Scherz erlaubt hat. In
Scoop sind wir wieder Gast in der Unterwelt, dieser Basisstation der Allenschen Kosmologie, und werden Zeugen von Taschenspieler-Gags auf Kosten der letzten Dinge. Warum wirkt dieser Humor trotzdem so antiquiert in einer humoristischen Neuzeit, der nichts, aber auch gar nichts mehr heilig ist?
Vielleicht weil Allen Ethiker ist und vegetarische Witze reißt, während unser Reizmodus inzwischen
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