Schrecklich komisch
Von Andreas Ungerböck
Milos Forman, zuletzt Filmbiograph des »Hustler«-Gründers Larry Flynt, hat sich mit seinem bewährten Autorenteam Scott Alexander und Larry Karaszewski erneut eine sehr umstrittene Figur, den wohl exzentrischsten Komiker der jüngeren amerikanischen Showbusiness-Geschichte vorgenommen: Andy Kaufman.
Sagt man Komiker, dann muß man schon innehalten: Andy Kaufmans Sinn für Humor war und ist beileibe nicht jedermanns Sache. Nach einer brillanten Titelsequenz wird schon anhand einer kurzen Begebenheit mit dem Kind Andy klar, daß dieser nicht ist wie alle anderen. Das vielleicht Schönste an
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Andy Are You Goofin’ on Elvis
Von Frank Brenner
Schon 1992 wurde Andy Kaufman eine Hommage zuteil. Der REM-Song
Man on the Moon rief die Erinnerung an ihn wach. »Now Andy did you hear about this one, tell me are you locked in the punch.«
Aus dem Song ist ein Film geworden und Kaufman der Erde wieder ein Stück näher gekommen. Wäre der Komiker tatsächlich noch am Leben, hätte er es heute leichter, ein Publikum zu finden. Er war seiner Zeit weit voraus. Selbst, wenn man mit seiner Art des Humors nichts anzufangen weiß, muß man anerkennen, daß dieser Minimalismus, diese Verballhornung des Zuschauers und sein Spiel mit der Realität
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Kein Platz in der Welt
Von Brigitte Werneburg
Diese Geschichte hat nun wirklich keinen glücklichen Ausgang. Mit 35 Jahren an Lungenkrebs zu sterben ist Scheiße. Das muß auch Andy Kaufman so empfunden haben, selbst wenn er womöglich so hart im Nehmen war wie im Austeilen. Doch war er überhaupt hart im Nehmen? Andy Kaufman, der Mann, der den Stand up Comedian neu definierte, der immer aus der Rolle fiel und dabei die Lachnummer in der großen Verstörung enden ließ? In Milos Formans Mondmann bleibt der Mann, der mit der Wut und dem Haß arbeitete, den sein Publikum ihm entgegenbrachte, trotz der großen Emotionen, die er schüren soll,
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