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Dead Man

USA 1995. R,B: Jim Jarmusch. K: Robby Müller. S: Jay Rabinowitz. M: Neil Young. D: Johnny Depp, Gary Farmer, Lance Henriksen, Michael Wincott, John Hurt, Alfred Molina, Robert Mitchum, Mili Vital, Iggy Pop u.a.
120 Min. Pandora ab 4.1.96

Rigor mortis

Von Andreas Thein Mit dem Tod eines Menschen beginnt der Prozeß der Totenstarre. Der Körper kühlt aus. Die Muskeln kontraktieren durch die fermentative Quellung der Muskelfasern. Der Körper wird steif. Dead Man ist ein kompromißloser Film. Dead Man ist ein kalter Film. Es ist Winter im Wilden Westen. Bäume ohne Laub. Kakteen aus Kunststoff. Grelles Licht wirft lange Schatten. Schwarz und weiß. Stimmen aus dem schwarzen Nichts. Die Gesichter sind versteinert. Nackte Haut auf nassem Matsch. Lachen erfriert. Liebe stirbt im Kugelhagel. Freundschaft wird Zweck. Das Lagerfeuer wärmt nicht. Menschen töten Menschen. Sie sterben lautlos. Totenköpfe überall. Der Tod des Helden steht nicht am Ende, er steht am Anfang.

Dead Man ist rigor mortis. 2008-06-18 13:07

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Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #01.
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