Ein Film – drei Kritiken. Drei Meinungen, drei Perspektiven. Der Dreischnitt ist das Urgestein des Schnitts: Seit 1998 besprechen wir vierteljährlich einen Film, den Sie auf keinen Fall verpassen sollten. Dafür geben wir Ihnen seither immer wieder genau drei Gründe.
Dreischnitt →
Artikel 1 – 48 von 168
(D 2009. Maximilian Erlenwein)
Raus und runter
Von Eva Tüttelmann
Raus. Das ist der einzig mögliche Weg, den Frederik Feinermann noch sieht. Nachdem er jahrelang versucht hat, ein »normales« Leben zu führen, mit Bankjob und Sport, implodiert plötzlich sein gesamtes Weltbild, und er sieht sich an einem Wendepunkt: Nachdem er einem Kunden den Kredit kündigt, beendet dieser das Beratungsgespräch mit spontanem Suizid. Feinermanns Reaktion hat auch etwas Suizidales, denn er beschließt, seinem bisherigen Leben ein Ende zu setzen, macht das, was man sehr wohlwollend als »mal so richtig auf die Kacke hauen« bezeichnen könnte. Mal abgesehen davon, daß er auf
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(D/A/F/I 2009. Michael Haneke)
Am Pranger
Von Kyra Scheurer
»Antlitze des 20. Jahrhunderts« heißt ein Bildband von August Sander, und natürlich sind die Aufnahmen schwarzweiß. Ähnlich historisch anmutende Bildkompositionen finden 2009 ihren Weg auf die Leinwand
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(E 2009. Pedro Almodóvar)
Melodram noir
Von Carsten Happe
Der Beginn des neuen Films des größten lebenden Frauenregisseurs ist eine einzige Männerphantasie: Eine atemberaubende Blondine beschreibt dem blinden Schriftsteller Harry Caine äußerst plastisch
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(D 2008. Maren Ade)
Kein Ufer, nirgends
Von Susan Noll
Die ersten Szenen in Maren Ades zweitem Film
Alle anderen trügen. Da sieht man ein junges Paar mit zwei kleinen Kindern in ihrem Sommerhaus. Es ist ein bekanntes Bild, eine typische Familie zwischen
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(F/D/P 2008. Werner Schroeter)
Ich sterbe, also bin ich
Von Mark Stöhr
Es beginnt, wie es endet, mit einem Zitat von Shakespeare: »Von allen Wundern, die ich je gehört, scheint mir das größte, daß sich die Menschen fürchten; da sie doch sehen, der Tod, das Schicksal
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(USA 2008. Woody Allen)
Nach Barcelona, der Liebe wegen
Von Daniel Albers
Barcelona! Nun ist Woody Allen auf seiner Schauplatztour durch Europa nach mehreren Aufenthalten in London also in Spanien angekommen, genauer gesagt in Katalonien. Mitgenommen hat er wieder seine neue
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(D 2008. Andreas Dresen)
Alte Liebe rostet
Von Oliver Baumgarten
Glucksend und keuchend pumpt die alte Kaffeemaschine das heiße Wasser durch den Schlauch in den Filter – so, wie sie es jeden Morgen getan hat, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Wie ein
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(USA 2008. Martin Scorsese)
It’s only Rock’n’Roll (But I Like It)
Von Kyra Scheurer
Beatles oder Stones? Schon in früher Kindheit war mir die Bedeutung dieses Glaubensbekenntnisses bewußt, das lange vor »Mac- oder PC-User?« ganze Partys spalten konnte. Papa war für die Beatles, Mama
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(ROM 2007. Cristian Mungiu)
Freundinnen fürs Leben
Von Tamar Noort
Freundinnen können füreinander lügen. Sie können Welten in Bewegung setzen, um sich gegenseitig zu schützen, und ihre Treue gilt mehr als jedes pompös gegebene Eheversprechen. Ihre Freundschaft nährt
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(D 2007. Christian Petzold)
Die Ewigfremde
Von Tamar Noort
Es sind nur zwei Stunden mit dem Zug, aber zwischen den Bahnhöfen liegen Welten. Denn am einen Ende der Strecke ist Yella zuhause, und am anderen wartet ein Job. Yella hat einmal in ihrem Leben Glück
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(D 2006. Birgit Möller)
Das Model und der Wachmann
Von Maike Schmidt
Eine junge Frau steht am Fenster und raucht eine Zigarette. Sie verläßt das Hotelzimmer, geht den langen Flur entlang. Still, nachdenklich. Die junge Frau ist Valerie, ihres Zeichens Model, groß, schlank,
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(GB 2006. Stephen Frears)
Portrait of a Lady
Von Sebastian Gosmann
So etwas kann auch gründlich in die Hose gehen. Allein das Vorhaben, einer amtierenden Königin mittels eines fiktionalen, weitestgehend auf Recherchen und Vermutungen beruhenden, Szenarios zu Leibe zu
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(GB/USA 2006. Woody Allen)
Stars in der Manege
Von Maike Damm
Regisseur Woody Allen lädt einmal mehr nach London ein. Jedem Charakter bietet er in
Scoop seine eigene Bühne. Da gibt es die traditionsreiche Welt der englischen Upper Class, in der Sektempfänge
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(D 2006. Matthias Glasner)
Sympathy for the Devil
Von Daniel Bickermann
»Küche, Wohnzimmer, Klo. Ingo, Ralle. Theo.« Mit dem Mut zur Kargheit stattet Matthias Glasner seinen Film und seine Figuren aus, dabei brodeln unter der Oberfläche Konflikte von pathologischen Ausmaßen.
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(D 2005. Christoph Hochhäusler)
Das Kind im Mann
Von Oliver Baumgarten
Christoph Hochhäuslers Erstlingsfilm
Milchwald betreten die beiden Protagonisten, indem sie eine lange, einsame Straße entlangschlendern, immer auf die Kamera zu. Nach 90 Minuten, in der letzten Einstellung,
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