Liebe ist schneller als der Tod
Von Robert Cherkowski
»Ich reite in die Stadt – der Rest ergibt sich.« Nüchtern und wortkarg hat Clint Eastwood einst das Rezept seiner Western auf den Punkt gebracht. Im Helden von
Drive hat er einen Bruder im Geiste gefunden. Auch der Driver ist ein Mann ohne Namen und kein Freund großer Reden, ein Mann, der seinen Platz in der Welt mit zwei Worten zusammenfassen kann: »I drive.« Tagsüber riskiert er seinen Hals als Stuntfahrer für die Traumfabrik. Nächtens verdingt er sich als Fluchtwagenfahrer bei Raubüberfällen. Noch vor der grandiosen Titelsequenz zeigt der namenlose Driver, warum er als der Beste
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Maîtrise, Maîtresse
Von Moritz Pfeifer
Nicolas Refns
Drive handelt von einem Nobody. Der namenlose Held des Films (Ryan Gosling) wohnt in einer asketisch eingerichteten Wohnung in L.A. und macht so ziemlich alles mit Autos, was man sich vorstellen kann. Nur Taxifahrer ist er nicht – dieser Job ist wohl auf ewig von Travis Bickle aus Scorses
Taxi Driver besetzt. Der Fahrer in Refns Film also, nennen wir ihn einfach Driver, arbeitet tagsüber in einer Autowerkstatt, und ab und an verdient er sich noch was als Stuntman – natürlich im Auto – auf dem Set dazu. Damit ist es noch nicht genug. Auch seine Nächte finden im Auto statt.
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