Baader-Meinhof auf der Alm
Von Till Boller
Schon aus dramaturgischen Gründen handelt der utopische Film in der Regel von dystopischen Visionen unserer Zukunft. Projektionen von Ängsten und Befürchtungen sollen die Spannung steigern und dem Filmpublikum als Warnung dienen. Die interessante Prämisse von
Die kommenden Tage ist dabei, den Weg in eine dystopische Zukunft von der Gegenwart aus nachzuzeichnen, anstatt sie als gegeben vorauszusetzen, wie dies der dystopische Film meist tut.
Der Film beginnt zunächst jedoch als recht biederes Familiendrama. Langatmig und ohne zielführend in eine Richtung zu steuern wird eine gutbürgerliche
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Die schroffen Gestade
Von Oliver Baumgarten
Unser Zuhause im Jahre 2012: Die Menschen haben Angst. Sie sind umgeben von einer ständigen Unsicherheit, die das Morgen in ein schwer definierbares Gemenge aus möglichem sozialen Abstieg und gegenseitiger Entfremdung verwandelt. Die Schere zwischen Oben und Unten, sie klafft nicht mehr, sie reißt auseinander. Das nationale, aber auch das globale soziale Gleichgewicht gerät endgültig aus den Fugen, mit Gewalt werden Grenzen gezogen, Wut, Frust und Neid entladen sich. Selbst kleinste Ordnungen, jene der Familie, zerbrechen, werden mitgerissen im Sog der berstenden Gefüge. In den kommenden
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