Alles Routine, oder was?
Von Patrick Hilpisch
Woody Allen ist nicht nur ein selbstproklamierter Neurotiker, er ist auch ein Gewohnheitstier. Im Laufe seiner Karriere hat er eine feste Routine entwickelt, die es ihm ermöglicht, fast jedes Jahr einen Film in die Kinos zu bringen. Wie Allen auf Störungen dieser Routine reagiert, kann man sich nur ungefähr ausmalen. Glaubt man seinen On-Screen-Personae: mit einer breiten Palette zwischen Depression und Hysterie. Schaut man sich seine jüngsten Produktionen an: mit einer guten Portion Pragmatismus. Die letzten vier Filme etwa hat der gebürtige New Yorker in Europa gedreht. Nicht, weil es die
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Der Größte seiner Klasse
Von Dietrich Brüggemann
Nach der erstaunlichen europäischen Episode, die Woody Allen nach
Match Point einlegte, kehrt er jetzt zurück zu seinen Wurzeln und zwar in mehrfacher Hinsicht:
Whatever Works spielt nicht nur wie eh und je in New York, das Drehbuch stammt auch aus den 1970er Jahren und wurde jetzt wieder hervorgeholt. Der schräge Humor, das Theaterhafte, selbst die knatschbunte Farbkorrektur lassen den Film wie eine Reise in die Vergangenheit wirken.
Es geht um einen alternden Misanthropen namens Boris Yelnikoff, der an gar nichts mehr glaubt, schon gar nicht an die Menschheit, geschweige denn an die
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