Der Untergeher
Von Martin Thomson
Thomas Bernhard entwirft in »Der Untergeher« Figuren, deren Untergang lange vorauszusehen ist. Demnach gibt es Menschen, die aus ihrem Gemüt, ihrer Biographie und ihren Überzeugungen heraus dazu veranlagt sind, immer und ununterbrochen unterzugehen: »Unser Untergeher ist ein fanatischer Mensch, er stirbt beinahe ununterbrochen an Selbstmitleid.«
Darren Aronofsky, der sich mittels dreier Epochalwerke in Folge den Ruf des vielleicht größten Bilderstürmers des amerikanischen Gegenwartskinos erarbeitet hat, ging es in seinen Filmen immer um die Darstellung von Untergehern in modernen Zeiten.
Filme
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Ekstatische Körper
Von Sven Jachmann
Darren Aronofsky ist ein Chronist des Untergangs. Und der (verborgenen) Süchte. Die Sucht wissen zu wollen, was die Welt zusammenhält oder ins Chaos stürzen wird, treibt den Mathematiker aus
PI in die Paranoia, jene nach Glück, ein wenig Anerkennung und Unabhängigkeit mündet für die Protagonisten aus
Requiem for a Dream in Abhängigkeit und Wahnsinn, dem unumkehrbaren Endpunkt. Der ist für jede Figur in Aronofskys Werk bereits mit der ersten Einstellung besiegelt, und der Weg dorthin ist ein dunkles Inferno aus Jump Cuts, Reißschwenks, Split Screens, ungewöhnlichen Kadrierungen, präzisem
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