Phönix aus der Asche
Von Jakob Stählin
Wie großartig ist es doch, die Welt mit Kinderaugen zu entdecken, alle Sinneseindrücke aufzusaugen, bis man schier zu platzen scheint. Kleine Gesten, die die Welt bedeuten: unbedacht zwischen Freunden Hilfe schenken und Geborgenheit vermitteln, wie es sonst nur schützende Eltern vermögen; selbstlos und nicht fordernd in dem Gewissen, ohnehin belohnt zu werden. Doch plötzlich – »wieso, weshalb, warum« – schlägt der Fluch des reflektierten Denkens mit unbarmherziger Härte zu.
Céline Sciamma beschreibt in ihrem hochbeeindruckenden Regiedebüt
Water Lilies zunächst die schwesterliche
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Marie taucht ab und wieder auf
Von Daniel Bickermann
Bei
Better Than Chocolate war es Bodypainting, bei
When Night is Falling dann Zirkusartistik und Ausdruckstanz – im lesbischen Film hat man gerne ein bißchen kreative Kleinkunst zum Petting. Da wirkt das Regiedebüt der Französin Céline Sciamma über lesbische Synchronschwimmerinnen eigentlich nur wie eine logische Fortführung einer langen Tradition. Und anfangs werden hier auch alle bekannten Knöpfe gedrückt: Die kleine schüchterne Schwarzhaarige und die dralle, selbstbewußte Blonde kennen wir auch schon aus den oben genannten Filmen, die Lokalisierung im Mittelstufenjahrgang erinnert
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