Ein Film – zwei Kritiken: Wir präsentieren Ihnen monatlich eine zweite Sicht auf einen Film. Besondere Empfehlung bis Meinungen spaltende Kontroverse, handwerkliche Finesse bis spezielle Auseinandersetzung. Zweischnitte sind Filme, die einer doppelten Perspektive wert sind. Wir wünschen Ihnen schon jetzt eine angenehme Projektion.
Zweischnitt →
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(USA 2011. Nicolas Winding Refn)
Liebe ist schneller als der Tod
Von Robert Cherkowski
»Ich reite in die Stadt – der Rest ergibt sich.« Nüchtern und wortkarg hat Clint Eastwood einst das Rezept seiner Western auf den Punkt gebracht. Im Helden von
Drive hat er einen Bruder im Geiste gefunden. Auch der Driver ist ein Mann ohne Namen und kein Freund großer Reden, ein Mann, der seinen Platz in der Welt mit zwei Worten zusammenfassen kann: »I drive.« Tagsüber riskiert er seinen Hals als Stuntfahrer für die Traumfabrik. Nächtens verdingt er sich als Fluchtwagenfahrer bei Raubüberfällen. Noch vor der grandiosen Titelsequenz zeigt der namenlose Driver, warum er als der Beste
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(USA 2011. Terrence Malick)
Diametrale Positionen
Von Carsten Happe
Zwei Ereignisse haben das diesjährige Festival de Cannes über alle Maßen geprägt und es ist frappant, wie diametral entgegengesetzt sie sich zueinander positioniert haben. Zum einen natürlich die
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(D 2010. Lars Kraume)
Baader-Meinhof auf der Alm
Von Till Boller
Schon aus dramaturgischen Gründen handelt der utopische Film in der Regel von dystopischen Visionen unserer Zukunft. Projektionen von Ängsten und Befürchtungen sollen die Spannung steigern und dem Filmpublikum
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(USA 2010. Sylvester Stallone)
Klasse Treffen
Von Nils Bothmann
Als Paratexte bezeichnet man jene Texte, die einen Film begleiten, kommentieren oder ergänzen, ihm oft auch vorausgehen, also Trailer, Plakate und ähnliches. Im Falle von
The Expendables könnte man
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(De Usynlige. NOR 2008. Erik Poppe)
In letzter Minute
Von Christian Lailach
Benommen liegst du in deinem Kinosessel und versuchst, noch immer erschöpft vom Tempo der letzten Minuten, zu realisieren, was da eben passierte. Brach nicht gerade eine Welt in sich zusammen? Wohin mit
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(USA 2010. Martin Scorsese)
Von Caligari zu Hitler zu Scorsese
Von Martin Thomson
Herunter gebrochen gab es unter den Regisseuren seit jeher die Herrscher und die Beherrschten: Die Herrscher waren immer jene, die den filmischen Raum als streng geometrisch begriffen. Figuren ließen
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(USA 2009. Ethan Coen, Joel Coen)
Immer zu Schmerzen aufgelegt
Von Sascha Ormanns
A Serious Man beginnt mit einem metaphysischen Prolog, der mit dem eigentlichen Film inhaltlich nichts zu tun hat und auch nicht wieder aufgegriffen wird. Er dient einzig als Einführung in ein irgendwie
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(Whatever Works. USA/F 2009. Woody Allen)
Alles Routine, oder was?
Von Patrick Hilpisch
Woody Allen ist nicht nur ein selbstproklamierter Neurotiker, er ist auch ein Gewohnheitstier. Im Laufe seiner Karriere hat er eine feste Routine entwickelt, die es ihm ermöglicht, fast jedes Jahr einen
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(DK/D/F/S/I/PL 2009. Lars von Trier)
Die große Kunst des Aufschneidens
Von Werner Busch
Der Herr zeigt sich oft auf wundersame Weise. Etwa in Form der Depression, die er auf seinen Sohn Lars von Trier losließ, um ihn über Monate in völlige Apathie zu versetzen. Aber bereits in den Jahren
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(D 2009. Andreas Dresen)
Mißlungene Mischung
Von Tobias Lenartz
Andreas Dresen hat sich bislang vor allem durch feinfühlige Alltagsstudien hervorgetan, durch Geschichten von Verwerfungen, Umbrüchen und Neuanfängen, die das Leben seiner Figuren aufwühlen, ohne über
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(USA/D 2009. Quentin Tarantino)
Großes Theater
Von Oliver Baumgarten
Bereits 1994 hat sich Quentin Tarantino mit dem Drehbuch zu
Pulp Fiction unsterblich gemacht. Seine Befreiung von wichtigen Elementen der klassischen Filmdramaturgie, der Abgesang der Hollywood-Drei-Akt-Struktur
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(USA 2009. J.J. Abrams)
Kannten Sie Tribbles?
Von Werner Busch
Das Geburtsdatum ihrer Mütter ist lediglich eine verblaßte Erinnerung an den Namen eines Monats, aber zu ungenau, um auch nur die Jahreszeit mit Sicherheit zu bestimmen. Eine kurze Zusammenfassung zur
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(USA 2008. Darren Aronofsky)
Der Untergeher
Von Martin Thomson
Thomas Bernhard entwirft in »Der Untergeher« Figuren, deren Untergang lange vorauszusehen ist. Demnach gibt es Menschen, die aus ihrem Gemüt, ihrer Biographie und ihren Überzeugungen heraus dazu veranlagt
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(Adam Resurrected. D/USA/IL 2008. Paul Schrader)
Dog People
Von Werner Busch
Die kalten Holzbaracken der Konzentrationslager sind einem gut klimatisierten Klotz aus Sichtbeton gewichen. Mitten im Nirgendwo der israelischen Wüste, 1962, sind die Überlebenden des Holocaust angekommen,
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(Changeling. USA 2008. Clint Eastwood)
Wechselbalg und Widerstand
Von Daniel Bickermann
Clint Eastwoods neuer Film zerfällt in zwei Teile (ein Problem, das den Regisseur in den letzten Jahren häufiger beschäftigt), was nicht weiter tragisch wäre, wenn nicht einer davon – die titelgebende
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