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Event Horizon – Am Rande des Universums

Event Horizon. USA 1997. R: Paul Anderson. B: Philip Eisner. K: Adrian Biddle. S: Martin Hunter. M: Michael Kamen. P: Paramount. D: Laurence Fishburne, Sam Neill, Kathleen Quinlan, Joely Richardson u.a.
110 Min. UIP ab 16.10.97
Von Christine Ehret Im Jahre 2047 wird eine Rettungscrew in Richtung Neptun geschickt, um das dort verschollene Expeditionsraumschiff »Event Horizon« zu suchen. Als Gast an Bord befindet sich der mysteriöse Dr. Weir, Erfinder der »Event Horizon«, der stolz berichtet, daß sein Raumschiff dank dem Reisen durch »Schwarze Löcher« die Lichtgeschwindigkeit übertreffen kann. Welche teuflischen Souvenirs das Geisterschiff aus der Dunkelheit mitgebracht hat, darf die Mannschaft dann auch am eigenen Leib erfahren…

Es ist nicht nur der seltsame Doktor, der mit seiner geheimen Mission unvermittelt an den getarnten Androiden mit »Monster-beschütz-Auftrag« aus Alien erinnert. Außer Drehbuchautor Philip Eisner waren auch Regisseur Paul Anderson und Produktionsdesigner Joseph Bennett sichtlich darum bemüht, diesem Kult-Science-fiction-Film Konkurrenz zu machen. Bis hin zu Details wie den zentripetalen Raumschleusen und den labyrinthischen Gängen mit der allgegenwärtigen Gefahr sind die Parallelen offensichtlich. Kein Wunder also die Auswahl des Kameramanns: Adrian Biddle war bei Ridley Scotts Alien Kameraassistent und fotografierte den zweiten Teil selbst. So ist die Fotografie effektvoll akzentuiert und schaurig düster. Angsteinflößendes Objekt ist allerdings nicht länger ein Alien. Exorzisten-Fans aufgepaßt: Es handelt sich um den Herrscher der Unterwelt persönlich. Die Okkultismus-Masche verwebt sich auf satanische Weise mit Science-fiction-Elementen: Das Raumschiff sieht aus wie Notre Dame mit Fenstern aus grell leuchtenden Kreuzen, und Schwarze Löcher werden zur Hölle. Was der Ursprung alles Bösen sich Nettes einfallen läßt, um die Crew zu einem blutigen Gemetzel anzuregen, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Hierzu sei nur gesagt, daß der gute Sam Neill als Dr. Weir zu guter Letzt aussieht, als ob er mit seinem Gesicht auf den Barbecue-Grill gefallen wäre. 1970-01-01 01:00

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #09.

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