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Wrong Turn

USA/D 2003. R: Rob Schmidt. B: Alan McElroy. K: John S. Bartley. S: Michael Ross. M: Elia Cmiral. P: Constantin, Summit Entertainment, MC One, Stan Winston. D: Desmond Harrington, Eliza Dushku, Emmanuelle Chriqui, Jeremy Sisto, Kevin Zegers u.a.
84 Min. Constantin ab 28.8.03.

Fütterungszeit

Von Frank Brenner Junge Leute wollen Spaß haben. Und wenn ihnen ein Mörder nach dem Leben trachtet und damit den Spaß verdirbt, haben wieder andere junge Leute ihren Spaß. Nämlich diejenigen, die sich Filme mit derartiger Thematik im Kino anschauen. Nach diesem simplen Schema haben schon unzählige Teenschocker funktioniert und Rob Schmidts jüngster Beitrag zum Genre funktioniert im Rahmen der gegebenen Gesetzmäßigkeiten ebenso.

Man sollte von Wrong Turn keine originellen Einfälle und auch keine Selbstironie erwarten, wie sie die Scream-Trilogie oder Final Destination zuletzt geboten haben. Auch mit rationalen Erklärungsversuchen und Blick auf eine logische Handlungsführung kommt man hier nicht allzu weit. Aber Rob Schmidt weiß, wie man einen Film auf solide Weise spannend in Szene setzen kann. Er nutzt die angeborene Furcht und den Ekel vor düsteren, dreckigen Orten in der freien Natur fernab von jeglicher Zivilisation und bringt seine jungen und schnell überwiegend weiblichen Protagonisten immer wieder in brenzlige Situationen.

Die sechs jungen Leute haben nicht ganz zufällig im Wald einen Unfall, der die beiden Fahrzeuge manövrierunfähig zurückläßt. Obwohl sie nur fast halb so wenige sind, werden sie im Folgenden dann in »Zehn kleine Negerlein«-Manier von drei deformierten Waldschraten gejagt und dahingerafft – denn die essen nichts lieber als frisches Teenagerfleisch. Wer darauf verzichten kann, eine psychologisch fundierte Geschichte mit Hand und Fuß (geschweige denn Gehirn) präsentiert zu bekommen, hat hier mal wieder Gelegenheit, sich nett zu gruseln. Junge Leute werden ihren Spaß haben… 1970-01-01 01:00
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