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Wimbledon – Spiel, Satz und…Liebe

Wimbledon. GB/F 2004. R: Richard Loncraine. B: Adam Brooks, Jennifer Flackett, Mark Levin. K: Darius Khnodji. S: Humphrey Dixon. M: Edward Shearmur. P: Working Title, Universal, StudioCanal. D: Kirsten Dunst, Paul Bettany, Sam Neill, Jon Favreau, Austin Nichols u.a.
98 Min. UIP ab 24.3.05

Glück im Spiel…

Von Frank Brenner Die britische Working Title Films haben sich in den letzten Jahren zu einem Garanten für Kinoerfolge von der Insel gemausert. Immer dann, wenn Hugh Grant in Filmen wie Notting Hill oder Bridget Jones den typisch englischen Snob heraushängen ließ oder sich die Crème de la Crème der britischen Schauspieler in Vier Hochzeiten und ein Todesfall oder Tatsächlich… Liebe ein Stelldichein gaben, steckte Working Title hinter dem entsprechenden Erfolg. Nun hat sich das Kreativteam um Tim Bevan und Eric Fellner Richard Loncraine an Bord geholt, einen Regisseur, der bisher eher durch viel beachtete, anspruchsvolle Dramen von sich Reden machte. Loncraines erste Komödie ist dies jedoch nicht, mit Der Missionar hat er bereits in den frühen 80er Jahren einen schwarzhumorigen Klassiker mit Michael Palin inszeniert.

Peter Colt hat die beste Zeit als Profitennisspieler mit 31 Jahren bereits hinter sich gelassen. Ein letztes Mal noch möchte er in Wimbledon sein Können unter Beweis stellen. Als er sich ausgerechnet in die amerikanische Hoffnungsträgerin Lizzie Bradbury verliebt, müssen sich die beiden während des vierzehntägigen Turniers über ihre Gefühle füreinander klar werden und angesichts der sportlichen Herausforderung lernen, Prioritäten zu setzen.

So unspektakulär, wie sich der Inhalt von Wimbledon – Spiel, Satz und…Liebe liest, so konventionell ist auch der Film als Ganzes geworden. Weder Working Title Films noch Richard Loncraine werden hier ihrem Ruf gerecht, da sich hinter dem Tennisfilm nichts weiter als eine gewöhnliche Liebeskomödie verbirgt, die mit einem ungewöhnlichen Setting aufwarten kann. Das Tennisspiel ist es letzten Endes dann auch, das den Film von der Masse abgrenzt. Einstige Profis wie John McEnroe und Chris Evert haben kurze Gastauftritte als Kommentatoren vor Ort. Das wahre Highlight stellt das finale Match dar, das sich durch eine hervorragende Kameraarbeit und eine mitreißende Inszenierung abzuheben versteht. 1970-01-01 01:00
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