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Wie ein einziger Tag

The Notebook. USA 2004. R: Nick Cassavetes. B: Jeremy Leven. K: Robert Fraisse. S: Alan Heim. M: Aaron Zigman. P: Gran Via. D: Ryan Gosling, Rachel McAdams, James Garner, Gena Rowlands, James Marsden u.a.
124 Min. Warner ab 2.9.04

Das Titanic – Prinzip

Von Susanne Bohlmann Was wäre die Filmgeschichte ohne den klassischen Liebesfilm? Zwei junge, gutaussehende Menschen lernen sich in einer lauen Sommernacht kennen, verlieben sich unsterblich ineinander, doch durch Gesellschaft, Trennung oder beides ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt. Romeo und Julia, alias Allie und Noah, durchleben in Wie ein einziger Tag diese klassische Tragödie. Zwar müssen sie nicht von einem sinkenden Schiff flüchten, können aber auch durch ihre unterschiedliche Herkunft ihrer Liebe nicht den Raum geben, den sie verlangt. Jahre später muß Allie sich entscheiden, ob sie mit dem Mann ihrer Träume geht oder mit ihrem Verlobten, der ihr Sicherheit und ein tolles Auto geben kann. Durch die Rahmenhandlung, in der ein alter Mann einer offenbar an Alzheimer erkrankten Frau im Pflegeheim diese herzzerreißende Geschichte aus einem alten Notizbuch vorliest, wird dem Zuschauer langsam klar, wie Allies schwere Entscheidung ausgegangen ist.

Mit strahlenden Sonnenaufgängen, Rosenblättern auf Kopfkissen, Kerzenschein auf Klavieren in baufälligen Gebäuden – anders gesagt: Mit Klischee-Romantik vollgestopft ist Wie ein einziger Tag die in Farbe und Gefühl wahrgewordene Nicholas Sparks Adaption. Ein bißchen viel von allem und süß wie eine Buttercremetorte ist dieser Film zuweilen schwer zu verdauen. Doch mit seinen liebenswerten Schauspielern, der rührenden Taschentuch-Mentalität und den verkitschten Bildern ist er genau das, was er sein wollte: ein Liebesfilm, wie er im Buche steht. 1970-01-01 01:00
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