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Training Day

USA 2001. R: Antoine Fuqua. B: David Ayer. K: Mauro Fiore. S: Conrad Buff. M: Mark Mancina. P: Outlaw, NPV Entertainmant, Warner, Village Roadshow. D: Denzel Washington, Ethan Hawke, Scott Glenn, Cliff Curtis, Dr. Dre, Snoop Dogg u.a.
122 Min. Warner ab 6.12.01
Von Carsten Tritt Training Day ist ein Film über Mannwerdung. Detective Sergeant Alonzo Harris (Washington) ist ein Mann, denn er trägt einen coolen Bart und weiß, wo es lang geht in den Straßen der schlimmsten Viertel von Los Angeles. Jake Hoyt (Hawke) wird vielleicht einmal ein Mann werden, aber sein Bart ist noch lange nicht so cool wie der von Alonzo, und die bisherigen Monate seines Polizeidienstes hat er bisher im lieblichen San Fernando Valley verbracht.

Hoyt hat sich zur Spezialeinheit der Drogencops bei Harris gemeldet, und der Film schildert den ersten Tag, an dem sich Harris und Hoyd kennenlernen und an dem Harris den Newcomer mit seiner strengen, aber doch liebevollen Hand fit zu machen sucht für die Erbarmungslosigkeit der Ghettos von Los Angeles.

Nun gut, wenn Sie die Promotion des Filmes einigermaßen mitbekommen haben, werden Sie vielleicht auch erfahren haben, daß Hoyt alsbald anfangen wird, an der gewalttätigen Selbstjustiz seines Vorgesetzten Harris zu zweifeln, und aus den Police Academy-Filmen wissen Sie ja auch, daß Polizisten, die »Harris« heißen, letztendlich immer die Bösen sind. Doch wird es Hoyt gelingen, der dunklen Seite der Macht zu widerstehen, wird er, nach nur einem Tag in den Ghettos von L.A., ausgereift genug sein, alleine in dieser finsteren Welt der Kriminalität zu überleben?

Nachdem Fuquas Regiedebüt Replacement Killers mächtig in die Hose ging, versucht er nun, anhand eines gesellschaftskritischen Cop-Films die Gewalt in den schlimmsten Vierteln Amerikas zu zeigen. Im Ergebnis wird daraus ein leidlich spannender Männerfilm, in dem Frauen nur als Statisten oder für den GV auftauchen und der durch Originalaufnahmen in Inglewood, Downtown Los Angeles, Imperial Courts usw. sowie die Besetzung von Nebenrollen durch die straßenerfahrenen afroamerikanischen Schlagerstars Dr. Dre, Snoop Dogg und Macy Gray Authentizität heuchelt. Ein netter Actionreißer für zwischendurch, mit einigen interessanten Drehbuchideen, mehr ist dabei, trotz aller selbst gesetzter Ansprüche, nicht herausgekommen. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

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