— — —   DER SCHNITT IST OFFLINE   — — —

The One

USA 2001. R,B: James Wong. B: Glen Morgan. K: Robert McLachlan. S: James Coblentz. M: Trevor Rabin. P: Revolution Studios. D: Jet Li, Delroy Lindo, Carla Gugino, Jason Statham u.a.
87 Minuten. Senator ab 14.11.02
Von Matthias Grimm Der Eine, das ist Jet Li; hinter ihm stehen zwei andere, das sind James Wong und Glen Morgan. Das Regisseur-/Produzenten-/Autoren-Duo zeichnete bereits für mehrere der besten, weil frühen, Akte X-Folgen verantwortlich und erschuf die beachtliche aber erfolglose Fernseh-Serie Space: Above and Beyond. Danach wollten sie Kinofilme machen und hatten dafür wahrscheinlich noch ein paar Outer Limits-Bücher in der Tasche, die keiner haben wollte – so hat es zumindest den Anschein.

Der Fantasy-Horror Final Destination las sich als Treatment wahrscheinlich ganz gut, als Film dann weniger. Ähnlich ist es mit The One. Dieser hat zusätzlich das Problem, daß die Science Fiction-Story plötzlich als Starvehikel für Möchtegern-Star Jet Li herhalten mußte, der – so hat es zumindest den Anschein – bis heute nicht verwinden kann, daß ihn niemand gebeten hat, die Rolle von Keanu Reeves in The Matrix zu übernehmen. Bediente sich schon sein letzter Film Romeo Must Die exzessiv des Kampfstils seines Vorbilds, so ist The One ein noch eindeutigerer Schritt in Matrizenrichtung, was allein schon am Titel, einem Anagramm aus Keanus Rollenname »Neo«, zur Schau gestellt wird.

Auch »Der Eine« ist ein Held mit übermenschlichen Fähigkeiten, der sich schneller als die Zeit zu bewegen vermag, Kugeln ausweicht und seine Feinde mit asiatischen Kampftricks mattlegt, bevor sie ihn überhaupt wahrnehmen können. Woher der Eine diese Fähigkeiten hat, ist der Teil, der sich als Treatment noch ganz gut liest: Neben unserem existieren nämlich noch zahlreiche Paralleluniversen, so ähnlich wie in einer anderen Fernsehserie – Sliders. In allen diesen lebt jeweils ein Alter Ego einer jeden Person. Stirbt nun eine davon, wird seine spirituelle Energie auf die anderen übertragen, so ähnlich wie in einer anderen Fernsehserie, die auf einer Kinoserie basiert – Highlander.

Und wie in Highlander kann es nur einen geben – den Einen. Der findet allerdings seine Nemesis in sich selbst, dem anderen Einen, der noch übrig ist. Also jagen sich die beiden Einen durch die Gegend, verbiegen die Zeit, verkloppen die Bullen und hauen sich die Hucke voll bis zum Ende. Da wird offenbar, daß es vielleicht nicht bei dem einen bleibt, sondern noch ein Sequel bevorstehen könnte. Oder vielleicht – eine Fernsehserie. 1970-01-01 01:00

Medien

© 2012, Schnitt Online

Sitemap