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The Italian Job – Jagd auf Millionen

The Italian Job. USA/GB/F 2003. R: F. Gary Gray. B: Donna Powers, Wayne Powers. K: Wally Pfister. S: Richard Francis-Bruce, Christopher Rouse. M: John Powell. P: De Line Pictures, Working Title, Studio Canal. D: Mark Wahlberg, Charlize Theron, Donald Sutherland, Seth Green, Edward Norton u.a.
117 Min. Concorde ab 13.11.03

Ein alter Hut auf neuen Häuptern

Von Frank Brenner Mark Wahlberg scheint sich in den letzten Jahren auf Filme eingespielt zu haben, die Remakes von Kassenschlagern aus den 60er Jahren darstellen. Nach seinem Flop mit Tim Burtons Neuverfilmung des Planet of the Apes trat er unter der Regie von Jonathan Demme in The Truth About Charlie auf, dem Remake des Audrey Hepburn/Cary Grant-Klassikers Charade, und landete damit in Deutschland direkt in den Videothekenregalen.

In The Italian Job heißt Wahlberg schon wieder Charlie, die Story sah man als Charlie staubt Millionen ab mit Michael Caine bereits 1969 in den deutschen Kinos, und es ist zu hoffen, daß damit der Fluch von Wahlbergs Remake-Flops gebrochen werden kann. Der Film ist ein klassisches Caper Movie, gehört also somit zu einem Genre, das im Moment ein Revival erlebt, siehe Neil Jordans The Good Thief (seinerseits übrigens ein Remake von Bob le flambeur). Die Regisseure scheinen sich der Meriten dieser Klassiker zu erinnern und versuchen, deren Erfolgsrezepte möglichst nahtlos in ein neues Drehbuchgewand zu kleiden, ohne daß die Qualitäten des Originals eingebüßt werden oder daß man sich die Mühe machen müßte, selbst auf neue Ideen zu kommen.

Einige Anspielungen auf unsere Zeit genügen schon, wie z.B. die Verweise auf die Internettauschbörse Napster oder der inflationär schleichwerbende Einsatz des neuen Mini Cooper (im Original war's noch der alte). Trotzdem oder gerade deswegen funktioniert The Italian Job ausgesprochen gut. F. Gary Gray, der mit seinem letzten Film Extreme Rage extrem verärgerte, zeigt hier wieder, daß er mit der richtigen Story im Rücken durchaus weiß, wie man einen Spannungsfilm wirkungsvoll inszeniert und mit der richtigen Portion Action würzt. Diese Actionszenen ihrerseits wirken auf beeindruckende Weise »handgemacht«, obwohl auf digitale Bearbeitungen auch hier nicht vollkommen verzichtet wurde. Dennoch sieht man ihnen an, daß sie – mehr als mittlerweile üblich – noch mit echten Fahrzeugen und Stuntleuten gedreht wurden, was zum einen ihre Glaubwürdigkeit um einiges erhöht und zum anderen dem liebenswert-altmodischen Gesamteindruck des Films zugutekommt. 1970-01-01 01:00

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