— — —   DER SCHNITT IST OFFLINE   — — —

The Grudge – Der Fluch

The Grudge. J/USA 2004. R,B: Takashi Shimizu. B: Stephen Susco. K: Hideo Yamamoto. S: Jeff Betancourt. M: Christopher Young. P: Ghost House Pictures, Sam Raimi. D: Sarah Michelle Gellar, Jason Behr, KaDee Strickland, Clea DuVall, William Mapother u.a.
91 Min. Constantin ab 3.3.05

Das Geisterhaus

Von Frank Brenner Takashi Shimizu hat eine Bilderbuchkarriere hingelegt, die sich sehen lassen kann. Nach einigen Jobs als Regieassistent hatte er sich an der Filmhochschule eingeschrieben, um mehr über Kameraeinstellungen und Beleuchtung zu lernen. Bereits erste Kurzfilme, die er in diesem Rahmen realisierte, lenkten die Aufmerksamkeit von Takashige Ichise auf den jungen Mann. Ichise ist einer von Japans vielbeschäftigsten Produzenten und schrieb mit Ring – Das Original 1998 Horrorfilmgeschichte. Die Chance, die er Shimizu einräumte, nutzte dieser für die Realisierung von zwei Videoproduktionen, Ju-On und Ju-On 2. Der Erfolg gab dem jungen Filmbesessenen Recht. Im Jahr 2003 durfte er seine Serie dann unter dem Titel Ju-On – The Grudge auf die große Leinwand bringen, und schon kurz darauf zeichnete Shimizu für die US-Variante The Grudge – Der Fluch verantwortlich.

Ein mysteriöses Haus verbreitet darin Angst und Schrecken. Sarah Michelle Gellar wird in ihrer Rolle als Karen in jenes japanische Anwesen bestellt, um nach der bettlägerigen Emma Williams zu sehen. Emmas bisherige Pflegerin ist nach ihrem letzten Besuch nicht mehr in ihrer Arbeitsstelle erschienen. Und auch Karen wird schnell unheimliche Bekanntschaft mit den ehemaligen Bewohnern des Hauses machen, auf denen ein grausamer Fluch zu lasten scheint, weil sie gewaltsam ums Leben kamen.

Wer sich ein bißchen im Genre der Untoten, der Geisterhäuser und verfluchten Seelen auskennt, wird aufgrund der Banalität von Takashi Shimizus Geschichte nur irritiert die Schultern zucken. Die Story ist nämlich alles andere als ein Pluspunkt des schnell produzierten US-Remakes – aber da lieferte auch das Original Ju-On – The Grudge nicht viel mehr. Beide Filme leben einzig und allein von der Gruselatmosphäre, die der Jungfilmer mit einem ausgezeichneten Gespür für die richtigen Bilder gekonnt aufzubauen versteht. Das nährt letzten Endes auch die Spannung, die zwar stets in reichlich platten Schockeffekten gipfelt, aber dadurch natürlich ihre Wirkung nicht verspielt. The Grudge – Der Fluch ist ein Schocker in Geisterbahnmanier, der mit Sicherheit nicht in die Gruselgeschichte eingehen wird, weil man nicht nachhaltig gebannt, sondern nur vordergründig verstört wird. Seinen Zweck erfüllt er damit nichtsdestotrotz, im Rahmen des Genres funktioniert der Film durchaus. Und daß selbst dieser dünne Stoff künftig in Serie gehen wird, darauf kann man getrost sein Haus verwetten – erst Recht, wenn ein Fluch auf ihm liegt. 1970-01-01 01:00
© 2012, Schnitt Online

Sitemap