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Texas Story

A Texas Funeral. USA 1999. R,B: William Blake Herron. K: Michael Bonvillain. S: Paul Trejo. M: James Legg. P: Dragon Pictures. D: Martin Sheen, Grace Zabriskie, Robert Patrick, Joanne Whalley, Quinton Jones u.a.
96 Min. Arthaus ab 19.4.01
Von Frank Brenner »No Shooting in this Area« ist im Wald des kleinen Kaffs im US-Staat Texas auf einem Schild zu lesen. Doch die Familie, um die sich die komplexen Ereignisse dieser semi-autobiografischen Geschichte drehen, ist stolz darauf, von Kindesbeinen an den Umgang mit Feuerwaffen erlernt zu haben.

Der jüngste Sproß des Clans scheint anders zu sein, weil er angesichts der Skurrilitäten seiner Verwandten, zu denen neben besagtem Waffenfetischismus noch eine Affinität der Männer für Kamelzucht und eine der Frauen für Männerohren zu zählen sind, beschließt, stumm zu werden. Aber am Ende ist er dann doch zum vollwertigen Nachkommen geworden, auf dessen Zielsicherheit seine Ahnen stolz sein können.

William Blake Herrons Film ist dermaßen langsam und bedächtig inszeniert, daß dieser mehr als verhaltene Waffenwahn um so deutlicher auffällt. Texas Story springt in der Familienhistorie seiner Protagonisten hin und her, da diese häppchenweise von ihren Mitgliedern erzählt wird. Dabei verwendet der Regisseur auf einige Episoden so viel Zeit, daß einem manche Schilderungen redundant erscheinen. Bei anderen Ereignissen beläßt er es bei knallig vorgeführten und unerwartet brutalen Einschüben. Bei diesen menschenverachtenden Grausamkeiten vermißt man dann eine kritische Reflexion, die man von solch einem Erzählfilm durchaus erwarten dürfte. Um sich ernsthaft darüber aufzuregen, ist der Film allerdings nicht interessant genug. 1970-01-01 01:00
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