— — —   DER SCHNITT IST OFFLINE   — — —

Tage wie dieser

One Fine Day. USA 1996. R: Michael Hoffman. B: Terrel Seltzer, Ellen Simon. K: Oliver Stapleton. S: Garth Craven. M: James Newton Howard. D: Michelle Pfeiffer, George Clooney, Charles Durning u.a.
108 Min. 20th Century Fox ab 17.4.97
Von Nikolaj Nikitin, Dirk Steinkühler Auto, Innen, lautes Piepen
- Hallo, ach Du schon wieder. Was ist los?
- Clooney hat eine Tochter…
- Was, unser Clooney? Ist mir doch Schnuppe. Wo bleibt seine Kolumne?
- Nein Chef, nicht unser Clooney. Der schreibt zwar auch Kolumnen (denkt: viel mehr, als je bei uns gedruckt werden), aber nicht für die Daily News. Außerdem hat ER Michelle Pfeiffer kennengelernt.
- Was? Unser Clooney kennt Miss Dangerous?
- Nein Chef, der Vampirjäger. Also: Die beiden haben jeweils einen Kurzen, und Clooney war schuld, daß die Kids nicht rechtzeitig am Treffpunkt für den Schulausflug ankamen.

- Typisch Clooney. Bei dem Charisma war er bestimmt mit seinen Kolleginnen beschäftigt.
- Mag sein, jedenfalls haben die beiden jetzt die Kids am Hals und so viel zu tun und eigentlich gar keine Zeit für sie.
- Hört sich aber ziemlich moralinsauer an!
- Stimmt, interessiert aber genausowenig wie Familienprobleme und ein Spendenskandal.
- Aber Michelle ist doch sicherlich voll schlecht zu sprechen auf Clooney?
- ER gehört zu der Sorte Mann, von dem sie sich hat scheiden lassen, genauso wie er Frauen wie Michelle nicht unbedingt mag.

- Laß mich raten: Natürlich haben sich die beiden längst tiefer in die Augen geschaut und voll ineinander verknallt.
- Ach Chef, Sie sind ja sooooo schlau!
- Ich weiß. (denkt: Dumpfbacke!) Was sagt denn sein Seelenklempner dazu?
- Der stellt wilde Theorien voller Kekse mit dunkler Schokoladenseite und mit irgendwelchen Fischen auf. Das versteht natürlich keiner.
-Und das soll jugendfrei sein. Wo stecken denn die süßen Racker? (denkt: Igitt, schon wieder kleine Nervensägen im Film)

- Die rennen die ganze Zeit umher und lösen kleine Katastropen aus: Fliegende Modelle, gefrässige Katzen, lecker Kirschsaft auf blütenweißer Bluse und dazu vertauschte Handys.
- Ach wie niedlich. Kommt mir aber bekannt vor?
- Ist es auch, aber einfach klasse in Szene gesetzt, und die Funken fliegen nur so zwischen den beiden. (denkt an Grant & Hepburn) Er erinnerte mich an die besten Zeiten der romantic comedy, denn niemand strahlt einen so resoluten Charme aus wie Michelle.
- Boah, daß hört sich ja nach einer geilen Nummer mit Belle Michelle an. Schick sie doch bei mir im Büro vorbei.
- Sicher, Chef. (denkt: der spinnt doch, die würde ich nie im Leben hergeben)

Ein abgehörtes Handygespräch zwischen Nikolaj Nikitin und Dirk Steinkühler 1970-01-01 01:00

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #06.
© 2012, Schnitt Online

Sitemap