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Strange Days

USA 1995. R: Kathryn Bigelow. B: James Cameron, Jay Cocks. K: Matthew F. Leonetti. S: Howard E. Smith. D: Ralph Fiennes, Angela Bassett, Juliette Lewis, Tom Sizemore u.a.
139 Min. ab 22.2.96
Von Nikolaj Nikitin James Cameron als Storyschreiber und Produzent und Kathryn Bigelow als Regisseurin: Dieses Team sollte eigentlich das Herz jedes wahren Actionfans höher schlagen lassen. Umso größer ist die Enttäuschung. Verkaufen will sich der Film als ein sehr ambitioniertes Projekt, das mit den Zukunftsängsten des Zuschauers spielt und mit der Prophezeiung bedrohlicher technischer Neuerungen ein furchterregendes Szenario bietet. Was übrigbleibt: eine lasche Wild Palms-Story und ein ausgelutschtes Blade Runner-Dekor. Schauspielerisch und technisch auf der Höhe, inhaltlich ein Vakuum.

Ralph Fiennes ist smart und sympathisch, Angela Bassett hat eine Frauenrolle, wie sie klischeehafter kaum sein kann. Bei den heutigen PC-Verhältnissen hätte sich jeder männliche Regisseur mit einer solchen Frauenzeichnung diskreditiert, aber eine Frau auf dem Regiestuhl kann es sich offensichtlich leisten. Diejenigen, die es interessiert, wie konsumgeil das nächste Jahrhundert auf virtuell-reale Tagträume sein wird, kommen hier auf ihre Kosten. Wer jedoch Science Fiction, Action und Tiefgang erwartet, sollte sich lieber zum x-ten Mal den Terminator reinziehen. 1970-01-01 01:00

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #01.
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