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Snakes & Ladders

IRL/D/F 1995. R,B: Trish McAdam. K: Dietrich Lohmann. S: Peter Przygodda. M: Pierce Turner. D: Pom Boyd, Gina Moxley, Sean Hughes, Paudge Behan.
90 Min. Pandora ab 11.7.96
Von Dirk Steinkühler Damit Trish McAdam ihren ersten Spielfilm realisieren konnte, mußten 14 Geldgeber die Reste ihrer Finanztöpfe zusammenkratzen, doch hätten sie das Geld besser notleidenden Künstlern spenden sollen. Von ihnen und den Sorgen zweier Freundinnen in Dublin berichtet Snakes & Ladders.

Martin hat ebenso wenig Erfolg mit seiner Band wie seine Verlobte Jean und ihre Mitbewohnerin Kate mit ihrem Straßentheater. Die absolut uninteressant erzählte Suche nach zukunftsträchtigen Wegen führt die Riege zu neuen Lovern, zum Fernsehen und zu vereinzelten Teilerfolgen. Außerdem geben Jeans belehrende Mutter und ihre strickenden Nachbarinnen altkluge Kommentare ab oder müssen für unausgereifte, generationsübergreifende Verweise herhalten. Dazu sind viele grübelnde Gesichter zu sehen, krampfige Dialoge zu hören, und die Musik der singenden Künstler entspricht ungefähr dem Gedudel, mit dem Irland regelmäßig den »Grand Prix de la Chanson« gewinnt. Zur Steigerung der Dramatik gehen ständig Gläser und Flaschen zu Bruch, damit überhaupt etwas passiert.

Und wenn der Film dann endlich die unheilschwangere Schlußsequenz erreicht, bleibt zu hoffen, daß der Debütantin demnächst ein Aufbaustudium finanziert wird. 1970-01-01 01:00

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Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #03.
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