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Sky High – Diese Highschool hebt ab!

Sky High. USA 2005. R: Mike Mitchell. B: Paul Hernandez, Mark McCorkle, Bob Schooley. K: Shelly Johnson. S: Peter Amundson. M: Michael Giacchino. P: Walt Disney, Max Stronghold Productions, Gunn Films. D: Kurt Russell, Kelly Preston, Michael Angarano, Danielle Panabaker, Mary Elizabeth Winstead u.a.
100 Min. Buena Vista ab 6.10.05

Superheld junior

Von Frank Brenner Hogwarts ist die Schule für angehende Zauberer und Hexen. Fernab der Zivilisation gelegen und nur mit einem Zug zu erreichen, der von einem Zwischengleis des Londoner Bahnhofs Kings Cross abfährt, lernen die jungen Magier dort, wie sie am besten mit ihrer Zauberkraft umzugehen haben.

Die Engländer mit ihren idyllischen Landschaften und ihrer verschroben-kauzigen Antiquiertheit haben eben ihren Harry Potter, bei den US-Amerikanern nehmen seit Jahrzehnten Comic-Superhelden die entsprechende Stellung ein. Bislang hatte sich außer Brad Bird mit seinem Animationshit The Incredibles noch kaum einer Gedanken darüber gemacht, wie denn die Sprößlinge von waschechten Superhelden so aufwachsen. Sky High liefert die originelle und überaus unterhaltsame Antwort auf diese und ähnliche Fragen.

Will Stronghold ist mittlerweile alt genug, um seine Ausbildung an der Sky High zu beginnen, einer in den Wolken schwebenden Highschool für die Kinder von Superhelden, die nur mit einem fliegenden Spezialbus erreicht werden kann. Auf Will lasten eine Menge Erwartungen, da sogar beide seiner Elternteile Superhelden sind, noch dazu die bekanntesten und angesehensten der Welt. Als er beim gnadenlosen Eignungstest von Coach Boomer lediglich als Sidekick eingestuft wird, weil ihm die Fähigkeiten zu einem wahren Superhelden fehlen, findet er sich schnell mit den Verlierern des Jahrgangs am selben Tisch. Der Sohn des größten Widersachers seiner Eltern scheint die Fehde in zweiter Generation fortsetzen zu wollen, und darüber hinaus machen Will gleich zwei Mädchen an der Schule schöne Augen.

In den frühen 70er Jahren war Kurt Russell das Aushängeschild sehr erfolgreicher Disney-Realfilme, die allesamt im Highschoolmilieu angesiedelt waren und aus dem unscheinbaren Jungen über Nacht den stärksten Mann der Welt (Der Retorten-Goliath) oder einen Unsichtbaren (Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt) machten. Es ist ein trefflicher Besetzungscoup, daß Walt Disney Pictures nun für ihren Film für eine neue Kinogeneration Russell als Superhelden-Vater engagieren konnten, denn Sky High bewegt sich mit den technischen Möglichkeiten des Digitalzeitalters auf einer ganz ähnlichen Erfolgsschiene wie seinerzeit die Dexter-Riley-Filme.

Der sympathische Michael Angarano ist Russell ein würdiger Nachfolger und versteht es, die effektreiche Freundschaftsgeschichte vor übernatürlichem Hintergrund problemlos zu tragen. Mit diesem Film, der neben Kindern und Jugendlichen auch begeisterte Zuschauer im Erwachsenenalter für sich gewinnen wird, hat Disney endlich mal wieder seinen einstigen Ruf als vorbildliche Familienunterhaltungsschmiede gefestigt. 1970-01-01 01:00
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