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Showtime

USA 2002. R: Tom Dey. B: Keith Sharon, Alfred Gouch, Miles Millar. K: Thomas Kloss. S: Billy Weber. M: Alan Silvestri. P: Material, Tribeca. D: Eddie Murphy, Robert De Niro, Rene Russo, Drene De Niro, Pedro Damian, Frankie R. Faison, William Shatner u.a.
95 Min. Warner ab 11.4.02
Von Carsten Tritt Showtime ist eine völlig uninteressante Mediensatire, die ihren Reiz aus den unterschiedlichen Charakteren ihrer Hauptfiguren (DeNiro als introvertierter, harter Police Officer, Murphy als kamerageiler Streifenpolizist) zu gewinnen sucht, aber dem Thema nichts Neues abzugewinnen vermag und die hinsichtlich ihrer Actionelemente ebenfalls auf ganzer Linie versagt.

Der Versuch, bezüglich des medienkritischen Aspekts durch Verknüpfung diverser Metaebenen zu verwirren (Realität, Fiktion, Fiktion der Realität in der Fiktion, fiktive Fiktion in realistischer Fiktion bei fiktiver Fiktion fiktiver Elemente u.s.w.) langweilt im besonderen, da jede der Ebenen nur in traurigster Oberflächlichkeit behandelt wird, den vorgeblichen Ansprüchen folglich nicht gerecht werden und allenfalls für Fachidioten noch einen gewissen Reiz erzeugen könnten.

Die dem Thema angegliederte Handlung orientiert sich an den gradlinigen Actionfilmen der 80er – in denen beide Hauptdarsteller schon ihre jeweiligen Erfolge erzielen konnten, vgl. 48 Hrs., Midnight Run – vernachlässigt diese jedoch so stark, daß weder der Gegenspieler, der böse Drogenboß Vargas, noch die Stuntsequenzen zu begeistern vermögen. Ersterer scheitert bereits an der Entwicklung einer wenigstens den äußersten Notwendigkeiten, die an einen Filmcharakter zu stellen sind, gerecht werdenden Figur, letztere tauchen nur äußerst sparsam auf und sind erschreckend lustlos und uninspiriert inszeniert.

Allenfalls der kurze Gastauftritt von William Shatner, der einiges komisches Talent beweist, mag zu überzeugen, zumal er auch eine seltene Gelegenheit bietet, zu erleben, wie Robert DeNiro von Shatner an die Wand gespielt wird. Insgesamt bietet der Film eine an erheblichen Mängeln leidende, im ganzen nicht mehr brauchbare Leistung, die ich somit mit »mangelhaft« bewerte. 1970-01-01 01:00
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