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Sabrina

USA 1995. R: Sydney Pollack. K: Giuseppe Rotunno. S: Fredric Steinkamp. D: Harrison Ford, Julia Ormond, Greg Kinnear, Fanny Ardant, Angie Dickinson u.a.
ab 11.1.96
Von Peter Dickmeyer Es gehört viel Mut dazu, sich an ein Remake eines nahezu heiligen Meisterwerks zu wagen, denn allein der Versuch beschwört Vergleiche herauf, die niemand wirklich bestehen kann. So werden sich die meisten Kritiken mit der Frage beschäftigen, ob Pollacks Sabrina dem Vergleich mit dem Original aus dem Jahr 1954 standhält.

Den »normalen« Kinogängern hingegen dürfte das aber schnurzegal sein – erst recht, wenn er Billy Wilders Fassung nicht (oder schon lange nicht mehr) gesehen hat. Ihn wird nur interessieren, ob es sich überhaupt lohnt, diesen Film anzusehen. Um es kurz zu machen: ja. Die Geschichte von der Chauffeurstochter, die sich in den feschen Sohn von Vatis Chef verliebt, obwohl dieser ein Hallodri ist, ist einfach zeitlos romantisch. Auch wenn Pollacks Sabrina in der Gegenwart spielt, ist er dennoch wunderschön altmodisch. Er läßt sich Zeit, seine Geschichte zu erzählen und seine Gags zu entwickeln.

Zugegeben: Zum Ende hin würde man sich ein bißchen mehr Tempo wünschen, aber eine Quälerei ist es trotzdem nicht, zu sehen, wie aus einer schwelenden Glut ein Schneidbrenner wird. Man könnte noch viel zu Sabrina sagen, das beste ist aber: Anschauen! 1970-01-01 01:00

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #01.

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