Von Frank Brenner
Vor vier Jahren erregte in dem Low-Budget-Science-Fiction-Film
Pitch Black ein kahlköpfiger, muskulöser Schauspieler Aufsehen, obwohl er als Riddick nur eine Nebenrolle bekleidete – Vin Diesel. Mittlerweile zählt der Hüne zu den kassenträchtigsten US-Actionstars und war sich nicht zu schade, noch einmal in die Rolle zu schlüpfen, die ihm einst den Durchbruch bescherte. Rein optisch hat sich einiges getan, das Budget dürfte gut und gerne die zehnfache Summe verschlungen haben, was jedoch noch lange kein Garant für Qualität ist.
Pitch Black war ein müder
Alien-Abklatsch, der sich überwiegend in düsteren Einstellungen erging und bei seinen holzschnittartigen Charakteren aufkommende Langeweile kaum verhindern konnte.
The Chronicles of Riddick ist nun seinerseits von jeder Menge bekannter Kassenschlager zusammengeklaut, da erinnert so manches an die »Wüstenplanet«-Epen eines Frank Herbert, und auch optisch werden große Vorbilder wie die
Alien-Saga, die
Matrix-Filme oder Jacksons
Lord of the Rings schamlos ausgeschlachtet. Einmal mehr muß sich David Twohy gefallen lassen, daß er trotz sichtbar größerem Aufwand und perfekt gestalteten Spezialeffekten einen Einheitsbrei von Story präsentiert, der schon nach kurzer Zeit zu langweilen beginnt und das Interesse an den stereotypen Figuren dahinschwinden läßt. Wie so manches hirnlose Kommerzprodukt wird auch dieser Film an den Kinokassen triumphieren und wohl leider auch einer neuerlichen Fortsetzung Tür und Tor öffnen.
1970-01-01 01:00