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Ein perfekter Mord

A Perfect Murder. USA 1998. R: Andrew Davis. B: Patrick Smith Kelly. K: Dariusz Wolski. S: Dennis Virkler, Dov Hoenig. M: James Newton Howard. D: Michael Douglas, Gwyneth Paltrow, Viggo Mortensen u.a.
105 Min. Warner ab 22.10.98
Von Ingo Grell Frederick Knott ist mit seinem Bühnenstück »Bei Anruf Mord« im Kino der 90er angekommen. Und wie schon bei Hitchcock, der es 1954 meisterhaft auf der Leinwand umsetzte, stellt auch die Neuverfilmung durch Andrew Davis (Auf der Flucht) nicht die Frage nach dem Mörder in den Vordergrund. Es dreht sich alles um den Ablauf eines Verbrechens, seine ausgeklügelte Planung und die Variable x, die auch das schönste Mord-Komplott zum Einsturz bringen kann. Vor allem sind es die zentralen Motive wie Habgier, Eifersucht und Betrug, die auch diesmal wieder für die nötige Motivation sorgen, Böses zu tun. So ist Wall-Street-Größe Steven Taylor (selbstverständlich Michael Douglas) hochmotiviert, als er von der Affäre seiner wohlhabenden Ehefrau Emily (Gwyneth Paltrow) mit dem mittellosen Maler David Shaw erfährt.

Nachforschungen ergeben dunkle Punkte in der Vergangenheit des Lovers, und mit diesem Wissen als Druckmittel, macht Taylor dem Maler das Angebot, für 500.000 Dollar Emily zu ermorden.

Ein Perfekter Mord baut zwar inhaltlich mit ähnlichen Spannungsbögen auf dem Bühnenstück und Hitchcocks Version auf, verändert aber dann doch den ursprünglichen Plot zum eigenen Nachteil. Die Schauspieler bleiben im Rahmen des bekannten Spektrums ihrer darstellerischen Intensität – auch die Ausstattung im gängigen Hochglanzlook schafft es nicht, das Potential der Geschichte wirklich auszunutzen. 1970-01-01 01:00

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #12.
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