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Otto – Der Katastrofenfilm

D 1999 R: Edzard Onneken. B: Bernd Eilert, Michel Bergmann, Otto Waalkes. K: Hagen Bogdanski. S: Sabine Brose. D: Otto Waalkes, Eva Hassmann, Reiner Schöne.
87 Min. Tobis ab 23.3.00
Von Thomas Waitz Was läßt sich überhaupt noch zu einem Film sagen, der jedwede denkbare Kritik bereits in seinem Untertitel vorweg nimmt? Otto – Der Katastrofenfilm ist exakt das geworden, was zu befürchten stand – und noch einiges mehr: Er ist noch nicht einmal annährend witzig. Da muß ein alter Opi sterben, und im Bild ist zu sehen , wie er – ganz im wörtlichen Sinne – den Löffel abgibt. Aua aua.

Aber schon die Frage, ob Ottos gespielte Kalauer sich nicht selbst überlebt hätten, führt in die Irre: Sie waren nie wirklich aktuell. Dabei ist Otto – Der Katastrofenfilm handwerklich sauber gearbeitet: Ganz unerwarteterweise gibt es gut gewählte Einstellungen und bisweilen recht originelle Anschlüsse.

Das filmische Niveau von Regisseur Edzard Onneken, der bisher im wesentlichen TV-Produktionen verantwortete, ist dem des Scripts haushoch überlegen – abgesehen von den wirklich schlechten Computeranimationen des Kreutzfahrtdampfers, auf den es Otto verschlägt. Ob »Das Werk« damit auf Werbetour gehen will? Sie sollten es sich gut überlegen. Der arme Otto wurde schließlich zu allem Überfluß von Produzent Horst Wendlandt auch noch in Frauenkleider gesteckt – das war schon in den fünfziger Jahren nicht gerade originell.

Daß Otto alt geworden ist, womit er in den letzten Bildern seines sterbenslangweiligen Films kokettiert, mag so schlimm nicht sein. Daß seine Witze alt geworden sind, ist hingegen fatal. 1970-01-01 01:00
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