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Der Onkel vom Mars

My Favorite Martian. USA 1999. R: Donald Petrie. B: Sherri Stoner, Deanna Oliver. K: Thomas Ackerman. S: Malcolm Campbell. M: John Debney. D: Christopher Lloyd, Jeff Daniels, Elizabeth Hurley, Daryl Hannah, Ray Walston u.a.
93 Min. Buena Vista. ab 20.5.99
Von Nikolaj Nikitin Ein besonderes Kinophänomen Hollywoods der Neunziger sind die Verfilmungen erfolgreicher (oft nicht gerade aktueller) Serienhits. Auch wir Europäer sind mit Emma und Steed – den »Avengers« (Mit Schirm und Melone, denn dem Film fehlte jeglicher Charme) – Einzelgänger Roger »Simon Templar« Moore oder der verzogenen »Brady-Bunch« großgeworden und waren mehr, leider allerdings öfters weniger mit den Kinoversionen zufrieden.

Nachdem anscheinend alle wirklich bekannten Serien herhalten mußten, die Produzenten, denen es zudem ständig an spritzigen Originaldrehbüchern hapert, geht der Trend soweit, daß uns durch Filme Serien nähergebracht werden, die kaum einer kennt oder die sogar noch nie auf dem deutschen Bildschirm flimmerten. Nach Lost in Space ist es nun die amerikanische Sixties Serie My Favorite Martian (63-66), die für einen Kinofilm herhalten muß.

Die Handlung des Films – ebenso natürlich die der Serie – ist denkbar einfach: Ein netter Außerirdischer wird von einem ebenso netten Erdmenschen aufgenommen und vor den bösen Forschern versteckt. Gemeinsam haben Mensch und Alien unglaublich viel Spaß und sich zum Schluß dazu überirdisch lieb. Hört sich nach zwei Stunden Langeweile an? Wäre es auch, hätten die Produzenten nicht einige nette Besetzungscoups gelandet.

Den Alien spielt Christopher Lloyd. Ein Mann, von dem wir ehe immer wußten, daß mit ihm irgendetwas nicht stimmt oder kann einer freiwillig Mary Steenburger lieben und mit Christopher Lambert zusammenspielen? Hier ist Christopher Lloyd absolut recht am Platze. Jedesmal, wenn er in ein Auto steigt, fühlen wir uns an gute alte Delorian-Zeiten erinnert. Jeff Daniels ist eh immer putzig und die Mädels Elizabeth Hurley und Daryl Hannah einfach hinreißend sexy, bzw. süß. Zudem konnten die Macher den Original Marsianer Ray Walston für einen amüsanten Kurzauftritt gewinnen – und eine entscheidende Rolle in einer Actionsequenz spielt – genau, ein Mars-Riegel. 1970-01-01 01:00
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