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Nicholas Nickleby

USA/GB/D/NL 2002. R,B: Douglas McGrath. K: Dick Pope. S: Lesley Walker. M: Rachel Portman. P: Hart Sharp Entertainment. D: Charlie Hunnam, Christopher Plummer, Jessie Lou Robert, Anne Hathaway, Jim Broadbent u.a.
132 Min. Solo Film ab 08.01.04

Ein Alltagsmärchen

Von Daniel Albers Mit einiger Verspätung läuft nun auch in unseren Kinos Douglas McGraths Version des Charles Dickens-Klassikers an. Obwohl eigentlich ein perfekter Film für einen vorweihnachtlichen Familienausflug ins Kino, traute man ihm seitens des Verleihers wohl nicht zu, neben Peter Jacksons Herr der Ringe-Finale bestehen zu können. Wobei es sich bei Nicholas Nickleby selbstverständlich nicht um Fantasy mit Balrogs und Orks handelt, sondern eher um ein »Alltagsmärchen« mit einigen komödiantischen Elementen, Charles Dickens eben.

Aber was so ein echtes Märchen ist, braucht es natürlich schon einen echten Helden, und da ist dieser Film nun wirklich gut bestückt! Ein heldenhaft beherzter Gutmensch, wie er im Buche steht, von Newcomer Charlie Hunnam gespielt, als besäße er schon jahrelange Hauptrollenerfahrung. Sein Gegenspieler: sein an die wohl berühmteste Dickens-Figur Ebenezer Scrooge erinnernder Onkel Ralph Nickleby, wieder einmal überzeugend fies gespielt von Altmeister Christopher Plummer. Bei diesem muß der glücklich auf dem Land aufgewachsene Nicholas nebst Familie nach dem Tod seines herzensguten Vaters um Hilfe bitten, wird aber aus purer Boshaftigkeit zum Lehreramt im Internat des grausamen alten Ehepaars Squeers beordert. Von dort aus kann er jedoch das Vermächtnis seines Vaters und zugleich sein Schicksal erfüllen, als Verkörperung des Menschlichkeitsprinzips einen Triumphzug durch die zunächst graue, verrohte Welt zu starten. Tun darf er das in einer sehr schönen, detailverliebten Ausstattung, die von Dick Pope durchweg in klassischer Manier abgefilmt wurde. 1970-01-01 01:00

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #33.

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