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Men in Black 2

USA 2002. R: Barry Sonnenfeld. B: Robert Gordon, Barry Fanaro. K: Greg Gardiner. S: Steven Weisberg, Richard Pearson. M: Danny Elfman. P: Amblin Entertainment, MacDonald/Parkes. D: Will Smith, Tommy Lee Jones, Rip Torn, Lara Flynn Boyle u.a.
88 Min. Columbia ab 18.7.02
Von Holger Liepelt Schon bei Men in Black diente der Plot nur als Feigenblatt für Gags und tricktechnische Spirenzchen, was im Ergebnis für angenehm hirnlosen Spaß sorgte. Ein Gutteil der Pointen entfiel dabei auf die Rekrutierung des neuen »coolen« Agenten J. und seine Kollision mit der leicht spießigen Organisation der »MIB«.

Im Sequel ist er schon als Agent etabliert und damit eine Gagquelle versiegt. Der Stoff bietet nicht gerade Raum für originelle Geschichten. Und so wird wieder auf einen ernst zu nehmenden Plot (er läßt sich mit denselben Worten zusammenfassen wie der des ersten Teils: Ein Alien will etwas, was auf der Erde ist, und nimmt bei der Suche die Zerstörung derselben in Kauf. Die Men in Black verhindern das.) verzichtet und die Selbstreferenz zur Methode gemacht: Es gab lange keine Fortsetzung, die derart am Tropf ihres Vorgängers hing. Fast alle Pointen sind Insidergags, die ihren Ursprung im ersten Teil haben, ob das nun vermeintlich witzige Nebenfiguren sind, die mehr Raum bekommen oder J.'s Hang zu extravaganten Ersatzerinnerungen nach dem Gedächtnis-Reset. Sogar der Schlußgag wird recycelt.

Man hat es bei Men in Black 2 also weniger mit einer Fortsetzung als mit einer Variante des ersten Teils zu tun. So läßt sich mit Fug und Recht behaupten, daß, wer den ersten Teil schätzt, den zweiten ebenfalls mögen wird. Und da der eine oder andere One-Liner immer noch sitzt, wird man sich nicht langweilen, auch wenn hier und da Ermüdungserscheinungen auftreten. 1970-01-01 01:00
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