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Der Kleine Unterschied

Different for Girls. GB 1996, R: Richard Spence. B: Tony Marchant. K: Sean Van Hales. S: David Gamble. M: Stephen Warbeck. D: Rupert Graves, Steven Mackintosh, Saskia Reeves, Miriam Margolyes u.a.
97 Min. Jugendfilm ab 22.5.97
Von Nikolaj Nikitin Angesichts des diesjährigen Schwerpunkts des Panoramas der Berlinale scheint man sicher sein zu können, keine neuen interessanten Filme zum Thema Liebe unter Gleichgeschlechtlichen zu finden. Wie immer bildete die Ausnahme die Regel. Different for Girls ist eine der schönsten Liebesgeschichten der letzten Zeit, und im Gegensatz zum erwähnten Schwerpunkt hat er weder hardcore-Gefühlsduseleien noch komische Pseudosprüche.

Dabei ist die Geschichte recht schnell und einfach erzählt: Während ihrer Schulzeit waren die beiden Jungs Karl (Steven Mackintosh) und Paul (Rupert Graves) die besten Freunde. Zwanzig Jahre später findet das erste Treffen danach statt. Alles scheint beim alten zu sein bis auf einen kleinen Unterschied: Karl heißt jetzt Kim uns fühlt sich ganz wohl dabei. Gerade dabei, sich ein neues behutsames Leben aufzubauen, kommt Kim der chaotische manisch arbeitslose Paul nicht gerade recht. Doch wie sollte es anderes sein, man (bzw. frau) verliebt sich mehr oder weniger ineinander. Das führt natürlich zu Problemen.

Regisseur Spence erzählt auf höchst amüsante Weise, wie schön die Liebe sein kann, unterstützt von zwei hervoragenden Hauptdarstellern, einem wunderbar in Szene gesetzten London und einem überragenden Soundtrack. 1970-01-01 01:00

Abdruck

Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #06.
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