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Jay und Silent Bob schlagen zurück

Jay and Silent Bob Strike Back. USA 2001. R,B,S: Kevin Smith. K: Jamie Anderson, Billy Clevenger. S: Scott Mosier. M: James L. Venable. P: View Askew, Miramax. D: Jason Mewes, Kevin Smith, Shannon Elizabeth, Ben Affleck u.a.
104 Min. Highlight ab 18.4.02
Von Sascha Seiler Hat man sich in den meisten Filmen von Kevin Smith nicht gewünscht, man würde die oft blöden Plots weglassen und so Typen wie Jay und Silent Bob einfach reden und agieren lassen, so wie in seinem Erstling Clerks? Kevin Smith hat das auch gemerkt und schenkt den beiden lustigsten Gestalten seines View Askew/New Jersey Universums endlich ihren eigenen Film. Die wollen das aber gar nicht haben, und deswegen machen sich Schwätzer Jay und der schweigende Philosoph auf den Weg nach Hollywood, um den Film über ihr Leben zu verhindern. In Hollywood angekommen, brechen die Chaoten und ihr neuer Kumpel, bezeichnenderweise ein Affe, schließlich in die Miramax Studios ein, um den Dreh zu stören.

Der erste Teil von Jay und Silent Bob schlagen zurück ist ein Nonsense-Film in der Tradition von Clerks, der zweite Teil will lustiges Roadmovie sein, versprüht aber dieselbe Art von Humor wie jede beliebige Highschool-Komödie. Der dritte Teil allerdings ist eine hervorragende (Selbst-) Parodie auf das Independent-Studio System in den USA. So pendelt sich der Film zwischen albern und witzig ein, und am Ende ist man erleichert, das pausenlose Geplapper von Jay und das nicht minder nervige Geschweige von Bob nicht länger ertragen zu müssen. Aber gerade das macht letztendlich auch den Reiz des Films aus – schließlich sind Jay und Bob nur auf der Welt, um auch dem Letzten den Nerv zu töten. 1970-01-01 01:00

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Dieser Text ist erstmals erschienen im Schnitt #26.
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