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Ice Age

USA 2002. R: Chris Wedge. B: Michael Berg, Michael J. Wilson, Peter Ackerman. S: John Carnochan. M: David Newman. P: Blue Sky.
90 Min. Fox ab 21.3.02
Von Sascha Seiler Und noch ein Animationsfilm, diesmal aus den Blue Sky-Studios, die sich mit diesem Werk tatsächlich anmaßen, den »Großen« von Dreamworks und Disney Konkurenz zu machen. Aus diesem Grund versucht das Team um Regisseur Chris Wedge erst gar nicht, das Konzept von Shrek oder Monsters Inc. zu imitieren, sondern setzt teilweise auf anarchischen, schlagkräftigen Humor, der in seinen besten Momenten an die Klassiker aus den Warner Brothers-Clips um Bugs Bunny und seine Freunde erinnert. Jeder, der den Trailer um das neurotische Eichhörnchen gesehen hat, das verzweifelt versucht, seine Haselnuß zu retten, weiß, was gemeint ist.

So ist der Running-Gag um eben dieses neurotische Vieh auch gleichzeitig der Höhepunkt von Ice Age, und zum Glück taucht es oft genug auf. Denn die Story um ungleiche Tiergenossen, die ein Menschenkind zu seiner Familie zurückbringen möchte, ist dann wieder zu sehr Disney-Kitsch, um tatsächlich lustig zu sein. Der Star des Films, ein sprachgestörtes, häßliches und hyperaktives Felltierchen namens Sid, nervt gewaltig, und auch die anderen Helden sind zu schemenhaft und Disney-angelehnt geraten. Das schadet dem Film. Doch die ganzen Zwischenakte – neben dem Eichhörnchen etwa noch eine Ansammlung an Dodos, die sich gegenseitig an Dummheit überbieten oder zynische Killer-Nashörner, die aus Spaß alles fressen, was ihnen in den Weg kommt – sind das komischste, was der Animationsfilm in den letzten Jahren zu bieten hatte.

Und ein ganzer Film mit dem geisteskranken Eichhörnchen steht uns doch hoffentlich ins Haus, oder? 1970-01-01 01:00

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