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Himmel und Huhn

Chicken Little. USA 2005. R: Mark Dindal. B: Steve Bencich, Ron J. Friedman, Ron Anderson. S: Dan Molina. M: John Debney. P: Walt Disney.
81 Min. Buena Vista ab 26.01.06

Da lachen nicht einmal die Hühner

Von Carsten Happe Ganz bescheiden, mit einem kleinen Hühnchen, entert Disney die Welt der Computeranimation, nachdem ihr annektierter Goldesel Pixar flügge wurde und der klassische Zeichentrick zuletzt kaum noch in die Gewinnzone kam.

Ganz bescheiden und fast klassisch präsentiert Himmel und Huhn seine possierliche Geschichte von Hühnchen Junior, dem eines Tages buchstäblich ein Stück Himmel auf den Kopf fällt, irgendwo zwischen Tex Avery-Hysterie und Themenpark-Achterbahn. Disney fährt auf Nummer Sicher, mit dem Setting einer typischen amerikanischen Kleinstadt, mit seinem liebevoll stereotypen Figurenensemble voller Comic Sidekicks, mit seiner familienzusammenführenden Message.

Die Invasion der Aliens, die jenes Stück vom Himmel unbeabsichtigt auf Hühnchen Junior plumpsen ließen, läßt sich wohlwollend als Hommage an den War of the Worlds beschreiben, oder aber als dreiste Design-Kopie, damit auch Kinder im Alter von Dakota Fanning und drunter ihre Version von Spielbergs Blockbuster sehen dürfen.

Die immer wieder eingestreuten popkulturellen Referenzen und Parodien anderer Filme zielen eindeutig auf die Unterhaltungsansprüche der mitgeschleiften Eltern, werden aber viel zu uninspiriert und lieblos abgerufen und gehen letztlich im gnadenlos hektischen Tempo unter. Himmel und Huhn ist ein filmgewordenes Balg mit ADS-Syndrom, das ständig am Rockzipfel der Mama zerrt, alles in allem aber viel zu unoriginell daherkommt, als daß es allzu viel Aufmerksamkeit verdient. Plärr weiter, Hühnchen Junior. 1970-01-01 01:00
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